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MAUTHAUSEN. Der Werteforscher, Theologe, Soziologe und vielfache Buchautor Paul Zulehner hielt am Mittwoch, 11. Jänner im Pfarrheim Mauthausen einen Vortrag zum Thema „Unser Land zwischen Angst und Solidarität“ und begeisterte die zahlreichen Besucher von der ersten bis zur letzten Minute.

Zulehner: "Unser Land zwischen Angst und Solidarität."
Zulehner: "Unser Land zwischen Angst und Solidarität."

Zulehner baute in seinen Vortrag das Ergebnis einer Umfrage von 3.000 Teilnehmern ein. Je nach ihrer Haltung teilte er diese in drei Gruppen ein: jene, die der Migration und dem Flüchtlingsthema mit Zuversicht begegnen, jene, die mit Sorge vor zunehmender Polarisierung reagieren und letztlich jene, die angstmotiviert eine scharfe Abgrenzung Europas fordert.

Dem Fremden ein Gesicht und eine Geschichte geben

Für nicht zielführend hält Zulehner eine „Politik, die mit unchristlichen Mitteln vorgibt, die 'Heimat' retten zu wollen.“ Unser Problem wären nicht die Flüchtlingsströme sondern eine ausbaufähige Arbeitsmarktpolitik. Das Christentum in Europa müsse sich nicht gegen den Islam wehren, es brauche jedoch einen fundierten Dialog zwischen den Religionen: an Stammtischen ebenso wie in Bildungseinrichtungen. Er ging den Ängsten nach, die hinter abwehrenden Haltungen liegen und appellierte, diese durch vertrauensbildende Maßnahmen zu überwinden: „Angst ist keine Lösung und schadet demjenigen, der sie fühlt. Wir müssen dem Fremden ein Gesicht und eine Geschichte geben. Wir sollten diese Menschen kennenlernen - auch in unserem Interesse.“


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