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MAUTHAUSEN/LINZ. Verdiente Persönlichkeiten aus dem Sozialbereich wurden am Montag, 6. Februar 2017, von Landeshauptmann Josef Pühringer und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer im Rahmen eines Festaktes im Linzer Landhaus mit Humanitätsmedaillen ausgezeichnet. Unter ihnen befand sich auch die heilpädagogische Erziehermutter Hermine Schwarz. „Kinder waren im Leben von Frau Schwarz immer wichtig. Sie hat sich durch ihre Warmherzigkeit, Gelassenheit und Ausdauer ausgezeichnet, besonders auch in schwierigen Zeiten der Erziehung“, hieß es in ihrer Laudatio.

Schwarz widmet die Humanitätsmedaille allen, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen
Schwarz widmet die Humanitätsmedaille allen, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen

Traumatisierungen in der frühen Kindheit haben lebenslange Folgen, wenn es nicht Menschen gibt, die versuchen, dem entgegenzuwirken. Ein Mensch, der sich seit Jahrzehnten für das Wohl von Kindern in Krisensituationen tatkräftig und liebevoll einsetzt, ist Hermine Schwarz aus Mauthausen. Die Mutter von drei erwachsenen Töchtern hat ihre Berufung darin gefunden, Kindern in aktuellen Krisensituationen für eine gewisse Zeit das Gefühl von Sicherheit in einem neuen Zuhause zu geben. Sie bleiben so lange bei ihr, bis eine Pflegefamilie gefunden ist.

Dank an alle Unterstützer

Eineinhalb Jahre ist der kleine Mann alt, der sich an ihrem Rock festhält, als sie die Tür öffnet und in ihr Haus bittet. „Als mein Mann und ich vor zwanzig Jahren das Haus gebaut haben, habe ich mir gedacht, wir haben soviel Platz. Da ist neben unseren eigenen noch Platz für andere Kinder. Die Familie war einverstanden und so hatten wir immer wieder Kinder in Kurzzeitpflege,“ sagt Hermine Schwarz gleich zu Beginn unseres Gespräches. Sie möchte sich in erster Linie bei allen, die sie unterstützt haben, bedanken.  “Alleine schafft man das nicht. Traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit hinterlassen Spuren,“ sagt die Erziehermutter, hebt die gute Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt hervor und richtet ihren Dank vor allem an ihren mittlerweile verstorbenen Mann und ihre drei Töchter Heidi, Gabi und Christine mit ihren Partnern. „Danke auch an Helga Hirtl, die mich für den Preis vorgeschlagen hat, an den Verein „plan B“ bei dem ich angestellt bin und an alle Kinder, die ich ein Stück des Weges begleiten durfte.“  Besonders am Herzen liegen ihr Andrea und Ulli, die sie 1997 als Pflegekinder in ihre Familie aufgenommen hat. „Ich habe viel durch sie gelernt, wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, „ sagt Schwarz, für die Kinder ganz besondere Menschen sind. „Mit Kindern bleibt man jung und beweglich. Kinder halten für kostbare Momente die Welt an - da bist du ganz im Hier und Jetzt.“


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