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MAUTHAUSEN. Immer mehr Müll wird auf bequemste Art entsorgt – gleich da, wo er anfällt. Zigarettenstummel, Getränkedosen, Plastikflaschen und andere Abfälle auf Wiesen, Wegen und Straßen sind nicht zu übersehen.
 

Symbolische Anerkennung für Fritz Etzelstorfer von Umweltprofi Astrid Panhofer
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Abgesehen von der optischen Zumutung birgt dieser Müll große Gefahren für Pflanzen, Mensch und Tier: Plastikreste und Zigarettenstummel geben giftige Stoffe an Boden oder Grundwasser ab. Einer, der aktiv etwas dagegen unternimmt und in vorbildlicher Weise den achtlos entsorgten Müll seiner Mitmenschen seit mittlerweile drei Jahren einsammelt, ist Fritz Etzelstorfer. Er verbindet den Dienst an der Umwelt mit sportlicher Betätigung zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

Anerkennung durch Umweltprofis

Die Umweltprofis vom Perger Bezirksabfallverband wurden auf den unermüdlichen Umweltschützer aufmerksam. Abfallberaterin Astrid Panhofer besuchte Etzelstorfer an seinem Wirkungsort und dankte ihm symbolisch für sein Engagement mit einem Rucksack, inklusive Arbeitshandschuhen und anderen nützlichen Utensilien: „Sein Beispiel ist vorbildlich, vielleicht denkt der eine oder andere bei Gelegenheit daran und lässt eine leere Dose nicht am Wegrand liegen.“ 

Kilometerlange Touren und große Müllmengen

Ursprünglich plante der Umweltschützer, für die Dauer eines Jahres die über sechs Kilometer lange Wegstrecke am Donauradweg von der Riederbachbrücke bis zur Aistbrücke monatlich zu säubern. Er baute einen Fahrradanhänger zu einem Abfallwagen um und los ging“s: „Da die Müllmengen manchmal sehr groß waren, musste ich die Säuberung des gesamten Radweges auf ein paar Tage verteilen und den Autoanhänger zum Abtransport einsetzen.“ Gefunden hat er auf seinen Sammeltouren viel: Unmengen an Aludosen, Glasflaschen, Plastik, Kartonagen, Fastfood-Verpackungen, Zigarettenstummel und -schachteln, aber auch Kreditkarten, Geld, Wäschestücke, Fahrzeugteile, Essensreste, Medikamentenverpackungen, Schminkzeug, Slipeinlagen, Taschentücher bis hin zu leeren Schrotpatronen und Feuerwerksteile. „Handschuhe sind unbedingt erforderlich, weil manche Hinterlassenschaft nicht gerade appetitlich ist, oder Verletzungsgefahr durch Scherben besteht.“

Bereich Gusenmündung

Dieses Jahr widmet sich Etzelstorfer einem neuen Projekt: „Der Bereich Gusenmündung, eine traumhafte Naturkulisse, hat mich herausgefordert. Sie soll nicht zum Mistkübel verkommen.“ Und deshalb säubert der Mauthausener dort mindestens alle 14 Tage, manchmal fährt er sogar wöchentlich mit dem Fahrrad durch. Doch auch am Donauradweg im Abschnitt Mauthausen ist er weiterhin aktiv.

Neuer Fitnesstrend: #Plogging

Seinem Vorbild zu folgen, liegt übrigens voll im Trend: #Plogging lautet der neue Fitnesstrend aus Schweden. Das Wort ist eine Kombination aus den Worten „Jogging“ und „Plocka“ (schwed. aufräumen). Dazu führt man auf seiner Lauf- oder Walkingrunde ein Müllsackerl und Handschuhe mit. Plogging soll übrigens auch das Fitness-Level hochschrauben. Denn ähnlich wie bei einem Intervalltraining werden dabei kurze Schritte mit Ausfallschritten und Kniebeugen (beim Müllaufnehmen) kombiniert.


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