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MAUTHAUSEN. Andrea Dorfwirth hilft Menschen, ihren letzten Weg zu gehen. Als Krankenschwester auf einer Palliativstation kennt sie unzählige Facetten im Prozess des Sterbens. Aus dieser Lebensrealität sind Textminiaturen, zusammengefasst in dem Buch „Der Anfang vom Ende“ entstanden.

Andrea Dorfwirth hat ihre Gedanken veröffentlicht. Foto: maf
Andrea Dorfwirth hat ihre Gedanken veröffentlicht. Foto: maf

„Es kommt so verlässlich wie das letzte Kapitel eines Buches oder das Amen im Gebet. Jedes Leben steuert auf ein Ende, einen Schlusspunkt zu. Doch die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod wird nach wie vor eher vermieden“, beginnt der Schriftsteller Thomas Baum seine Widmung für ihr Buch, das eigentlich nicht geplant war. Andrea Dorfwirth hat aus einem inneren Anstoß Erinnerungen in Worte gefasst. Eines Tages entstand die Idee, diese Texte zu veröffentlichen: „Ich möchte Menschen erreichen, die sich berühren lassen, ihnen Hoffnung geben“.

Sterbenden „das Gehen“ erleichtern

Die bewusste Gestaltung des Sterbens gehört zu ihrem oft auch anstrengenden und mühsamen Alltag auf der Palliativstation im Ordensklinikum Linz. „Es ist meine Aufgabe, Sterbenden eine achtsame Betreuung zukommen zu lassen und ihnen „das Gehen“ zu erleichtern. Der Übergang in die uns unbekannte Welt ist faszinierend. Einzigartig in der Begleitung, einzigartig bis zur Verwandlung“. Das Thema Sterben hat die Ehefrau und Mutter zweier Buben bereits in ihrer Jugend interessiert. Für sie hat der Tod nichts Bedrohliches, er gehört zum Leben. „Tränen und Trauer sind ebenso wichtig wie Lachen und Freude.“ In der Auseinandersetzung mit dem Sterben sieht sie einen Gewinn für ihr Leben: „Das Wissen um die Endlichkeit, das Bewusstsein dafür wie gut es uns geht, wird entwickelt – daraus resultiert Dankbarkeit für das, was ist“. Andrea Dorfwirth sieht sich als spiritueller Mensch, sie findet Ruhe in der Meditation. In ihrem Ehemann Ferdinand hat sie nach eigenen Worten einen einfühlsamen Partner, der ihr aufmerksam zuhört, wenn es ansteht sich etwas von der Seele zu reden.

Der Anfang vom Ende

Thomas Baum hat über Dorfwirths Buch geschrieben: „In ihren Textminiaturen kommt sie ganz ohne gekünstelte Poetik und übertriebene Emotionalisierung aus... Die Autorin beschreibt, was ist und was erlebt wird, wenn das Sterben und der Tod in einer derart verdichteten Form allgegenwärtig sind“. Weiterführende Informationen sind auf www.deranfangvomende.at zu finden. Das Buch ist in der Perger Buchhandlung Frick erhältlich. Im Preis von € 19,80 ist eine Spende von zwei Euro für die Palliativstation Ordensklinikum Linz inkludiert.

Lesung und Buchpräsentation

Der Anfang vom Ende – Andrea Dorfwirth

Donnerstag, 22. November, 19 Uhr

Raiffeisenbank Ried in der Riedmark


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