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Über 288.000 Menschen besuchten 2019 die KZ Gedenkstätten im Bezirk Perg: Großes Interesse an Orten der Erinnerung

Markus Hochgatterer, 20.02.2020 11:55

MAUTHAUSEN/GUSEN. Das Interesse an den Gedenk- und Erinnerungsorten Mauthausen und Gusen ist ungebrochen und drückt sich Jahr für Jahr in stetig steigenden Besucher aus. 

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen existiert seit 1949 und ist heute ein internationaler Ort der Erinnerung und der historisch-politischen Bildung. Seit 1. Jänner 2017 ist die KZ-Gedenkstätte Mauthausen eine eigenständige Institution öffentlichen Rechts. Foto: KZ Gedenkstätte Mauthausen

Im Jahr 2019 kamen insgesamt 288.670 Besucher an die beiden Gedenkstätten. Im Jahr 2018 waren es 273.935 Besucher. Insgesamt 4.246 Gruppen (3.955 im Jahr 2018) nutzten eines der vielen Vermittlungsangebote. 

Internationaler Gedenk- und Lernort 

Die Gedenkstätte Mauthausen versteht sich als internationaler Gedenkort und vor allem auch als Lernort für historisch-politische Bildung. Besonderes Augenmerk wird daher auf Schüler aus dem In- und Ausland gelegt. Insgesamt mehr als 70.000 Schüler wurden im vergangenen Jahr betreut. Rund 80 Vermittler begleiten Schulklassen bei ihrer Auseinandersetzung mit den ehemaligen NS-Verbrechensorten. 

Glück: „Großes Interesse ist Wertschätzung und Verpflichtung gleichermaßen“ 

„Die wachsenden Besucherzahlen und das Interesse an unserer Arbeit ist für uns Wertschätzung und Verpflichtung gleichermaßen“, sagt Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Viele Menschen würden sich abseits von Halbwahrheiten und marktschreierischen Überschriften nach faktenorientierten historischen Informationen sehnen und das breit aufgestellte pädagogische Vermittlungsangebot der Gedenkstätte schätzen. „Ein Kernelement unseres pädagogischen Konzepts ist die Frage nach der Relevanz der Geschehnisse an diesem einst so dunklen Ort für das Heute und damit für die Lebensrealitäten unserer Besucher“, sagt Glück.


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