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MAUTHAUSEN/GUSEN/ST. GEORGEN. Schwerpunkt der Arbeit der Bewusstseinsregion im zweiten Halbjahr wird das Thema Menschenrechte sein. Dazu soll ein Zentrum für Menschenrechte in der Region verankert werden und dazu findet im November das erste internationale Menschenrechtesymposium statt.  

Die Bewusstseinsregion setzt sich für den Erhalt der Menschenrechte ein. Foto: Wodlicka

„Das Ziel dieses Symposiums ist es, Menschen in der Region und darüber hinaus darüber zu informieren, was ist die Basis unseres gesellschaftlichen Lebens“, sagt Andrea Wahl, Geschäftsführerin des Gemeindeverbandes Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen. „Wir müssen achtsam sein, dass sich eine rein nationalistische Entwicklung, die uns beschäftigt, nicht wiederholt“, sieht Verbandsobmann, Bürgermeister, LAbg. Thomas Punkenhofer höchsten Handlungsbedarf, wenn man sich „die Strömungen in Europa anschaut“. „Menschengruppen zu stigmatisieren gehört auch zu den Menschenrechtsverletzungen“, ergänzt er. Auch sollte man bei ständiger Erhöhung von Sicherheitsstandards nicht außer Acht lassen, dass daraus eine Einschränkung der Freiheit resultiere und auch damit in Menschenrechte eingegriffen werde.

Projekt Menschenrechtezentrum

Mit Unterstützung der Leader Region Perg Strudengau und unter Beteiligung der Bürger ist ein Projekt in Entstehung, das ein Menschenrechtezentrum nachhaltig in der Region verankern soll. „Wir wollen alles daran setzen, um die Menschenrechte zu erhalten und sie nicht Schritt für Schritt weiter abzubauen“, ist sich der Vorstand der Bewusstseinsregion einig.

Erstes internationales Menschenrechtesymposium

Mit dem Menschenrechtesymposium vom 9. bis 12. November soll aufgezeigt werden, wie die Menschenrechte entstanden sind, welche Inhalte sie umfassen und wodurch sie gefährdet sind. Die Bevölkerung sowie auch internationale Gäste erwartet ein umfassendes Programm zu Geschichte und Parallelen zur Gegenwart und Zukunftsfragen. Auch die Schulen der Region sind eingeladen, mitzumachen. Eine Ergebnispräsentation der Workshops verbunden mit einer gemeinsamen Botschaft steht am Ende des Symposiums.

INFO

Erstes Internationales Menschenrechtesymposium 9. bis 12. November

Veranstaltungsorte: Donausaal und NMS Mauthausen; Rundgänge in den drei Gemeinden

Programm:

Rundgänge mit Vertretern lokaler Gedenkinitiativen Mauthausen: historischer Rundgang; KZ-Gedenkstätte Langenstein: Besichtigung Ruine Spilberg; Audioweg Gusen St. Georgen/Gusen: Kommune stellt sich vor; Passage des Vergessens

Fachvorträge mit vielen bekannten Persönlichkeiten wie Manfred Novak und Anna Müller-Funk vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, EU-Abgeordneter Josef Weidenholzer oder Netzaktivistin und Journalistin Kübra Gümüsay

Workshops zu Themen wie Gefährdung der Menschenrechte, Beschneidung von Grundrechten, Hasskommentare in Netzwerken (Hatespeech), Kriege in Exjugoslawien, Faschismus und Antiziganismus, positive Beispiele gelebter Demokratie, Kinderrechte, Theaterworkshop Kulturprogramm Literaturfrühstück, Lesung, Poetry Slam, Konzert der Stoijkas, Katalanische Musik und Straßentheater

Mehr Information zum Programm ab August auf www.menschenrechtesymposium.eu


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