Menschenrechtesymposium startet im Gedenken an Reichspogromnacht
MAUTHAUSEN/GUSEN/ST.GEORGEN. Als Veranstalter des ersten internationalen Menschenrechtesymposiums von 9. bis 12. November 2017 setzt die junge Organisation „Bewusstseinsregion“ ein deutliches Signal.

Umgesetzt wird das Projekt von Andrea Wahl, die als Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion von einem ehrenamtlichen Arbeitskreis für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wird. „Die Ziele sind groß und unsere Region geht mit. Die Bevölkerung, die Wirtschaft und viele internationale Organisationen, von Gedenkkomitees bis zu politischen und diplomatischen Kreisen, tragen die Idee und investieren Zeit und auch Geld in dieses große Vorhaben, „ sagt Wahl.
Menschenrechte: Entstehung, Inhalte und Themen
Mit dem ersten internationalen Menschenrechtesymposium soll bewusst gemacht werden, wie die Menschenrechte entstanden sind und welche Inhalte und Themen sie umfassen. Es werden Beispiele aufgezeigt wo sie gefährdet sind und wo wir darauf achten müssen, dass diese nicht abgebaut oder unterhöhlt werden. Im Gedenken an die Reichspogromnacht (9. auf 10. November 1938) wird aufgezeigt, dass die Menschenrechte sehr schnell ausgesetzt sind, wenn das gesellschaftliche Klima dies zulässt.
Menschenrechtesymposium 2017
Detailliertes Programm und Anmeldung auf der Homepage: www.menschenrechtesymposium.eu
Donnerstag, 9. November
19 Uhr Eröffnung im Johann Gruber Pfarrheim mit Landesrätin Birgit Gerstorfer, Heinz Patzelt, Amnesty International, Bischofsvikar Prälat Maximilian Mittendorfer, Beitrag Kohelet 3 zur Reichspogromnacht
20 Uhr Theaterstück „Der Fall Gruber“ in der Pfarrkirche St.Georgen/Gusen Theaterstück von Thomas Baum inszeniert von Franz Froschauer Karten sind auf Ö-Ticket und der Raiffeisenbank St.Georgen/Gusen erhältlich.
Freitag, 10. November
Rundgänge 9 bis 11 Uhr
• Historischer Ortsrundgang Mauthausen, Treffpunkt Marktgemeindeamt
• Führung Ruine Spilberg, Treffpunkt: Ruine Spilberg
• St.Georgen/Gusen: Ein Ort zum Leben
Rundgänge 14 bis 16 Uhr
• Mauthausen – Leben neben dem Konzentrationslager, Treffpunkt: Bahnhof Mauthausen
• Rundgang KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Mauthausen
• Audioweg Gusen, Treffpunkt: Memorial Gusen
• Schritte des Erinnerns, Treffpunkt: Pfarrkirche St.Georgen
Fachvorträge 16.30 Uhr, Donausaal Mauthausen
• Geschichte und Bedeutung der Menschenrechte, Univ. Prof. Dr. Manfred Nowak
• Was die Menschenrechte beinhalten und wie damit Politik gemacht wird, Josef Weidenholzer
• Menschenrechte und soziale Medien, Kübra Gümüsay, Hamburg
Anschließend Ausklang und Musik aus Katalonien mit Antoni Madueno
Samstag, 11. November
Workshops 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Donaussaal und NMS Mauthausen
• Demokratie leben: Best Practice aus der Region und von Partnerstädten
• Menschen: Kontrolliert und überwacht
• Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert!
• Hate-Speech
• Statement zu Menschenrechten in der Region entwickeln
• Meine Geschichte – unsere Geschichte, am Beispiel Ex-Jugoslawien
• Menschen haben Rechte
• Kinderrechte
19 Uhr Poetry Slam, Donausaal Mauthausen
• Poetry Slam mit dem Verein Post Skriptum
• Texte zum Thema Menschenrechte
21:00 Livemusik
• mit Amenza Ketane - traditionelle Romamusik
Sonntag, 12. November 2017
8.30 Uhr Regionales Frühstück und Musik
9.30 Uhr Franz Froschauer liest
• „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ von Antoine Leiris
11 Uhr Abschlussstatement
Rundgänge 14 bis 16 Uhr
• Mauthausen – Leben neben dem Konzentrationslager, Treffpunkt: Bahnhof Mauthausen
• Rundgang KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Mauthausen
• Audioweg Gusen, Treffpunkt: Memorial Gusen
• Schritte des Erinnerns, Treffpunkt: Pfarrkirche St.Georgen


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