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Neue Broschüre über Vermittlungsangebote der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Leserartikel Margarete Frühwirth, 30.12.2018 14:15

MAUTHAUSEN. Mit einer neuen Informationsbroschüre sollen  Lehrerinnen und Lehrer einen Überblick über die Vermittlungsangebote der KZ-Gedenkstätte Mauthausen bekommen. Die Broschüre ist in einer Kooperation des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung entstanden. 

Edtstadler dankte Bundesminister Heinz Faßmann für die gute Zusammenarbeit. Foto: BMI/Berger
Edtstadler dankte Bundesminister Heinz Faßmann für die gute Zusammenarbeit. Foto: BMI/Berger

96 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher gaben bei einer kürzlich durchgeführten Studie an, die KZ-Gedenkstätte Mauthausen zu kennen. Informationen über die Gedenkstätte haben 74 Prozent der Befragten im Rahmen ihrer Schullaufbahn erhalten und 65 Prozent jener Personen, die die Gedenkstätte besucht haben, taten dies im Zuge ihrer Schulzeit. 

Neue Infobroschüre gibt Schulen Überblick

„Ein klares Zeichen dafür, dass wir eng mit Schulen kooperieren müssen, wenn wir auch die dunkelsten Stunden unserer Vergangenheit unseren Jugendlichen nahebringen wollen. Wir müssen Geschichte für sie sichtbar und greifbar machen. Denn mit entsprechender Vor- und Nachbereitung hinterlässt ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen erfahrungsgemäß bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Deshalb ist es mein politisches Ziel, jeder Schülerin und jedem Schüler einmal in der schulischen Laufbahn einen solchen Besuch zu ermöglichen“, betont Staatssekretärin Karoline Edtstadler.

65.000 Schüler besuchten 2018 die Gedenkstätte

Das Ziel der Bildungsarbeit der Gedenkstätte ist die Sensibilisierung gegenüber nationalsozialistischer Wiederbetätigung, Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung von Minderheiten und Demokratiefeindlichkeit. Der Rundgang durch die Gedenkstätte ermöglicht es, den Weg der Häftlinge nachzuvollziehen, sich mit Täter-Perspektiven auseinanderzusetzen und die Wahrnehmung des Konzentrationslagers in der Gesellschaft der NS-Zeit zu thematisieren. Zusätzlich können unterschiedliche Workshops absolviert werden. Bis September haben im Jahr 2018 ca. 46.000 inländische und ca. 19.000 ausländische Schülerinnen und Schüler die KZ-Gedenkstätte besucht.

Außerordentlicher Einsatz der Pädagogen

Um die Organisation weiter zu erleichtern, bietet ab dem Jahr 2019 die ÖBB allen Klassen, die ihre Reise zur Gedenkstätte mit der ÖBB-Schulcard buchen, eine Bonifikation von 25 Euro mittels Gutschrift auf eine folgende Rechnung an. Auch die Firma Blaguss hat die KZ-Gedenkstätte Mauthausen in ihr Schulausflugsprogramm genommen. Die Lehrenden können sich durch dieses Angebot alleine auf die Setzung des inhaltlichen Schwerpunktes und auf didaktische Vorbereitungsarbeiten konzentrieren. „Ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist für Pädagoginnen und Pädagogen mit außerordentlichem Einsatz verbunden. Ich möchte ihnen daher ausdrücklich für dieses Engagement danken!“ so Karoline Edtstadler.


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