KZ-Verband fordert, historische Zugänge offen zu lassen und zu erhalten
MAUTHAUSEN. Nach den Befreiungsfeiern wurde ohne Information und Einbindung von Organisationen der nationalen wie internationalen Widerstandskämpfer mit dem Bau eines Betonturms im „Garagenhof“ für eine Liftanlage begonnen und dabei historische Bausubstanz zerstört. Dabei wurde auch eine Gedenktafel entfernt.

Bereits im Vorfeld der internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen am Sonntag, 6. Mai, kam es zu Behinderungen. Offensichtlich wurde bei der Auslagerung der Gedenkstätte in eine Bundesanstalt die Frage der Haftung ungenügend geklärt. So wurden unter dem Vorwand von Nicht-“Ö-Norm“-entsprechenden baulichen Gegebenheiten Aufgänge, Stiegen und Zugänge zu den Denkmälern abgesperrt und die Todesstiege überhaupt für den Zutritt gesperrt. Zumindest für den Tag der Befreiungsfeiern wurden zahlreiche Absperrungen entfernt. Die Besucher ließen sich von derartigen Behinderungen nicht beeindrucken. Zahlreiche Besuchergruppen säuberten bereits am Samstag vor den Befreiungsfeiern die Todesstiege, nachdem die Absperrungen kurzerhand entfernt wurden. In zahlreichen Gesprächen wurde die Empörung über diese Maßnahmen zum Ausdruck gebracht.Der Bundesvorsitzende des KZ-Verband/VdA Harald Grünn, fordert die Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen auf, umgehend den Betonturm zu entfernen und die Bausubstanz wiederherzustellen. Die Todesstiege muss wieder öffentlich zugänglich gemacht werden. „Die historischen Zugänge müssen offen und erhalten bleiben, dazu gehört inbesondere auch die Todesstiege!“, so Grünn.


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