Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MAUTHAUSEN. Gestern, 2. Juli, wurden im Donausaal Mauthausen die Pläne für die neue Donaubrücke vorgestellt. Während die Pläne auf oberösterreichischer Seite auf viel Zustimmung stoßen, warnen die niederösterreichischen Gegner vor einer Transitlawine.  

Quelle: Land OÖ/NÖ Foto: mai.
Quelle: Land OÖ/NÖ Foto: mai.

Das Interesse für die Planungsausstellung war groß und die Reaktion überaus positiv – ganz anders als wie vor ein paar Wochen, als die verschiedenen Varianten in Niederösterreich präsentiert wurden. Die anwesenden Verkehrs- und Umwelttechniker hatten alle Hände voll zu tun, um alle Fragen der Bürger zu beantworten. Ab 2024 soll die Donaubrücke im Osten von Mauthausen gebaut werden.

Kapazitäten heute schon notwendig

Die Verkehrsdichte ist mit 21.500 KFZs und 3.000 LKWs sehr hoch. Ohne Maßnahmen wären laut Berechnungen im Jahr 2035 27.300 KFZs und 4.400 LKWs in diesem Bereich unterwegs. „Erst 2032 haben wir frühestens die Kapazitäten zur Verfügung, die heute schon benötigt werden. Da zuerst die neue Brücke gebaut wird und daraufhin die Alte saniert wird“, zeigt sich der Schwertberger Geschäftsführer Johannes Hödlmayr Dienstagabend besorgt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind acht Varianten ausgearbeitet. Basierend auf zahlreichen Wünschen der Niederösterreicher werden noch drei weitere Varianten vom Land OÖ und NÖ ausgearbeitet. Die verkehrliche Untersuchung kann allerdings erst im September durchgeführt werden, da eine Zählung in den Ferien nicht repräsentativ wäre. Eigentlich hätte die Variante bereits mit Ende Juni beschlossen werden sollen - so verzögert sich bereits dieser Entscheid um einige Monate. 

Widerstand aus Niederösterreich

Während im Bezirk Perg die Pendler-Entlastung positiv gesehen wird, dominieren im Nachbarbundesland die Ängste vor neuen Zubringerstraßen und zusätzlichem Verkehr in Richtung Westautobahn. Vor dem Eingang zum Donausaal protestierte daher die Bürgerinitiative „Verkehr 4.0“. So kann man im Schreiben entnehmen: „Mit dem Bau der zweiten Donaubrücke wird in Wirklichkeit der Grundstein für eine Schwerverkehrs-Transitroute unvorstellbaren Ausmaßes gelegt.“ Sie betonen, dass wenn tatsächlich nur die Situation für die Pendler und unseren Wirtschaftsraum zügig verbessert werden soll, müssen lediglich das Ampel-Nadelöhr bei der Auffahrt Nord ernsthaft entschärft, die bestehende Donaubrücke an das Verkehrsaufkommen angepasst und die neu gebaute Pyburg-Umfahrung in die Verkehrslösung eingebunden werden, meint die Bürgerinitiative weiter.

So könnte man etwa die jetzige Brücke auf vier Spuren ausbauen. Laut Verkehrs- und Umwelttechniker müsste hier allerdings auch das rundum beachtet werden. Auf Mauthausener Seite würden etwa die zwei Geschäfte Hofer und Bellaflora weichen müssen, damit man den Verkehr von der Brücke bestmöglich ableiten kann. Auf niederösterreichischer Seite müsste die Umfahrung Pyburg wieder umgebaut werden. Außerdem fürchten viele Niederösterreich über Lärmbelästigung, bringen ökologische Überlegungen ein und auch allgemeine Überlegungen, wie notwendig die neue Brücke überhaupt ist.

Bauarbeiten für rascheres Abfließen von der jetzigen Brücke

Momentan wird bei der Donaubrücke ein zweiter Linksabbiegestreifen errichtet. Die Verkehrsinseln werden abgetragen und die Ampelphasen angepasst. Die zwei Spuren sollen im Bereich der Obi-Kreuzung wieder zu einer Spur zusammenlaufen. Bis zum Ende der Sommerferien sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden

Antworten
Nussi
Nussi
10.07.2019 23:19

Unter die Donau

Hab noch nicht über die Machbarkeit eines Tunnels gelesen, wäre das keine Option?


Weitere Beiträge

Volkspartei Dimbach bestätigt Friedrich Hofer als Obmann

Volkspartei Dimbach bestätigt Friedrich Hofer als Obmann

DIMBACH. Beim Gemeindeparteitag der VP Dimbach wurde Friedrich Hofer als Obmann bestätigt. Zum neu aufgestellten Team gehören sowohl neue und ...

Tips - total regionalGugler Marvin
SPÖ thematisiert Verkehr und Arztversorgung im Bezirk Perg

SPÖ thematisiert Verkehr und Arztversorgung im Bezirk Perg

BEZIRK PERG. Die geplante Sperre der Donaubrücke Mauthausen und die Versorgung mit Frauenärzten waren Themen eines Pressegesprächs der SPÖ ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Drei neue Arbeitsplätze in Waldhausen

Drei neue Arbeitsplätze in Waldhausen

WALDHAUSEN. Die Bäckerei Aschauer eröffnete am Freitag eine neue Filiale mit Café in Waldhausen. Nach Pabneukirchen und Münzbach ist Waldhausen ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Walter Besenbäck übernimmt Leitung des Kiwanisclubs Mühlviertel

Walter Besenbäck übernimmt Leitung des Kiwanisclubs Mühlviertel

MÜHLVIERTEL. Der Kiwanisclub Mühlviertel hat einen neuen Präsidenten. Alfred Pössenberger übergab das Amt am 30. September an Baumeister ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Engel erwartet zehn Prozent Umsatzplus

Engel erwartet zehn Prozent Umsatzplus

SCHWERTBERG. Die Engel-Gruppe mit Sitz in Schwertberg rechnet für das Geschäftsjahr 2026/27 mit einem Umsatz von rund 1,55 Milliarden Euro. ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Perger Spendenaktion ermöglicht sieben Bäume für das Europacamp

Perger Spendenaktion ermöglicht sieben Bäume für das Europacamp

Die SPÖ-Bezirksorganisation Perg hat mit einer Spendenaktion am 1. Mai den Ankauf von sieben Bäumen ermöglicht. Damit unterstützt sie die ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Weitere Beiträge