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Landtagspräsident Viktor Sigl beim Dreiländer-Holocaust-Gedenktag in Passau

Mag. Melanie Mai, 27.01.2020 15:11

PERG/PASSAU. Zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltungen Bayerns, Oberösterreich und Tschechiens anlässlich 75 Jahre Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau am 27. Jänner luden die Bayrische Landtagspräsidentin Ilse Aigner, der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses der Tschechischen Republik Radek Vondrácek und Oberösterreichs Landtagspräsident Viktor Sigl in Passau.  

Vizepräsident des Bayrischen Landtags und Direktor der Stiftung Bayrische Gedenkstätten Karl Freller, Landtagspräsident Viktor Sigl, Präsidentin des Bayrischen Landtags Ilse Aigner, Präsident des Abgeordnetenhauses des Parlaments der Tschechischen Republik Radek Vondrácek und der design. Landtagspräsident Wolfgang Stanek. Foto: Bayerischer Landtag/Rolf Poss

Seit 24 Jahren ist der 27. Jänner der internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Es jährt sich heuer auch an diesem Tag die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 75. Mal. „Der 27. Jänner ist ein wichtiges Zeichen des Erinnerns an diese schrecklichen Taten, die dunklen Jahre unserer Geschichte und soll jedes Jahr erneut als Mahnung für den aufkeimenden Hass und Rassismus gesehen werden. Der Sinn des Erinnerns ist, die Vergangenheit in eine Beziehung zur Gegenwart und Zukunft zu setzen, um Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen“, so Landtagspräsident Sigl über die Bedeutung des Gedenktages. 

„Demokratie ist nicht selbstverständlich“

In Österreich findet dieser Gedenktag am 5. Mai, anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenstellen statt. „Heute ist das KZ Mauthausen eine Gedenkstätte, ein internationaler Ort der Erinnerung, der Mahnung und der politischen Bildung“, so Sigl.

Neben dem Erinnern verdeutlichen diese Gedenkstätten vor allem aber eines: dass Demokratie Wachsamkeit gegenüber allem braucht, was einem neuen Extremismus den Weg bereiten könnte. „Wir dürfen die Demokratie nicht als selbstverständliches Geschenk erachten, wir müssen sie uns erhalten und stetig neu erarbeiten. Es ist deshalb die Aufgabe eines jeden von uns, die Werte der Demokratie, die damit verbundenen Chancen und auch die Herausforderungen weiterzugeben – bei jeder Gelegenheit. Vermitteln wir Werte und Inhalte der Demokratie, zeigen wir mehr Interesse an Demokratie und politischen Zusammenhängen, nutzen wir die Möglichkeiten der Mitbestimmung und Beteiligung – auch kritisch – und treten wir alle als Botschafter der Demokratie auf“, erklärte Sigl.

Auch heute werden weltweit immer noch Menschen verfolgt, unterdrückt, gedemütigt, ausgegrenzt, inhaftiert oder ermordet. „Wir sind täglich gefordert, unser Miteinander nach den Maßstäben der Menschlichkeit zu gestalten. Über allem Handeln in Politik und Gesellschaft sollen unsere Grundwerte – Toleranz, Respekt und Wahrung der Menschenwürde – stehen. Nicht nur an den Gedenktagen! Wir müssen alles tun, um Fehlentwicklungen zu verhindern, die den Aufstieg von Radikalen und undemokratisches Handeln ermöglichen“, so Sigl zum Schluss seiner Ansprache.


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