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Südliches Waldviertel. die Auswirkungen der Hitzewellen und Dürrenm die der Sommer 2015 mit sich bring, machen sich derzeit deutlich bemerkbar. In vielen Gemeinden neigt sich das Wasser dem Ende zu.

Kaum Niederschläge und extreme Temperaturen zerren an den Wasserreserven. Im südlichen Waldviertel geht langsam aber sicher das Wasser aus. *Foto: DominikPöpping/pixelio.de

Bei Temperaturen ab 35 Grad Celsius spricht man von sogenannten Wüstentagen. Und von diesen gibt es, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt, einen noch nie da gewesenen Rekord. Die extreme Hitze und kaum Niederschlag sind die Gründe für den derzeitigen Wassermangel in zahlreichen Gemeinden im Bezirk Melk. Besonders betroffen ist derzeit das das südliche Waldviertel. Dort werden vielerorts die Bewohner mittels Rundschreiben aufgefordert, auf nicht essentiellen Wasserverbrauch zu verzichten. Darunter fallen unter anderem das Rasensprengen, Autowaschen oder das Befüllen von Pools.

Maria Taferl rüstet sich für den Ernstfall

Auch in Maria Taferl wird das Wasser langsam knapp. „Unter Tiefbrunnen hat einen bedenklichen Wert angenommen. Während normalerweise der Pegel bei 16 Meter liegt, haben wir gestern Vormittag einen Wert von 5,9 Meter gemessen. Ich möchte wirklich alle Bürger auffordern, das Autowaschen und Rasensprengen zu unterlassen. Wenn jemand seine Blumenkisterl mit der Gießkanne gießt, fällt das nicht so ins Gewicht. Aber ein Rasensprenger zum Beispiel verbraucht eine ganz andere Menge an Wasser, die wir derzeit einfach nicht haben“, so Heinrich Strondl, VP-Bürgermeister von Maria Taferl.

Während in solchen Notsituationen in anderen Gemeinden mit schweren Geschützen aufgefahren wird (Anm.: in Gföhl werden Autowäschen mit bis zu 5.000 Euro Geldstrafe geahndet), will Strondl nicht so drastisch durchgreifen. „Nein, wir in Maria Taferl werden derzeit sicher keinen strafen. Ich appelliere einfach auf die Vernunft der Menschen. Die Werte sind tatsächlich sehr bedenklich“, so der Ortschef ernst.

Vorkehrungen für den Ernstfall wurden in Maria Taferl bereits getroffen. „Falls uns das Wasser tatsächlich ausgeht, haben müssen wir Wasser zukaufen. Dann wird innerhalb von ein bis zwei Tagen Wasser von der Nachbargemeinde Marbach geliefert. Eine Spezialfirma wird sodann mittels Sondertransporter das Wasser zu uns rauf bringen“, so Strondl abschließend.

Keine Entwarnung: Es bleibt weiterhin extrem heiß

Auch in anderen Gemeinden im südlichen Waldviertel sieht die Sachlage ähnlich aus und wird sich vermutlich in den nächsten Tagen in weiteren Orten zuspitzen. Denn die Meteorologen geben indes keine Entwarnung: Es bleibt es heiß. Bis Samstag sind weiterhin Temperaturen von um die 35 Grad und mehr zu erwarten.


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