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Der Ysper-Weitentalweg 22 und der Kremstalweg 625 werden zu einem einzigen Themen-Rundwanderweg verbunden. Dieser wird den Namen „Lebensweg“ tragen. Tips bat den Ideengeber Dieter Juster zum Gespräch.

Dieter Juster im Tips-Gespräch
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„Man soll auf den insgesamt rund 270 Kilometern sein Leben durchwandern können“, erklärt Dieter Juster. Seine Idee eines Rundwanderweges, der sich den existenziellen Fragen des Menschseins widmet, fiel im südlichen Waldviertel auf fruchtbaren Boden. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung des „Lebensweges“, der den Ysper-Weitentalweg 22 und den Kremstalweg 625 vereint. „Der Weg wird die Form eines Achters – die Acht steht für Unendlichkeit – haben und sich in 14 Etappen aufgliedern. Einsteigen kann man überall.“, führt der Gutenbrunner aus. Jede Etappe wird für einen Lebensabschnitt stehen. Der Abschnitt zwischen Nöchling und Yspertal wird sich beispielsweise dem Thema Schwangerschaft und Geburt widmen. Entlang des Lebensweges werden Stationen installiert und ein Tourentagebuch, das im Buchhandel erhältlich sein wird, wird entwickelt. Darin werden Route und Stationen beschrieben, aber auch Fragen an die Wanderer und das Leben gestellt. „Vollenden müssen die Geher das Tourentagebuch mit ihren Antworten selbst“, so Juster. Auch ein Audioguide, der via Smartphone abrufbar sein soll, ist geplant. „Die Landesausstellung in Pöggstall hat für viel Schwung in der Region gesorgt. Mit dem Lebensweg soll dieser nachhaltig genutzt werden. Das heißt auf bereits Bestehendes zurückzugreifen und Infrastrukturen, die es schon gibt, zu nutzen“, erklärt Juster und fügt hinzu: „Wir befinden uns in einer sehr spannenden Umsetzungsphase. Wir wollen die einheimische Bevölkerung ins Boot holen, damit das Projekt ein Projekt von der Region für die Region wird. Jeder soll und darf mitgestalten.“ Vor einigen Monaten wurde der Verein „Lebensweg“ gegründet, dem Franz Schrammel vorsteht. Dieser bemüht sich unter anderem die Interessensgruppen aus den Bereichen Kultur, Gesundheit, Natur und Tourismus zu vernetzen, um Synergien zu schaffen. 22 Gemeinden haben sich bereits entschlossen, das Projekt zu unterstützen. „Lebensraum muss so gestaltet werden, dass man darin gut leben kann. Das ist unser Anspruch“, hält der Gutenbrunner fest. Den Entwicklungsprozess des Projektes „Lebensweg“ will Juster Schritt für Schritt gehen – wie beim Wandern. Offiziell eröffnet wird der Lebensweg am 21. Mai 2018.


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