Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Unstimmigkeiten herrschen derzeit im südlichen Waldviertel. Die Gemeinden Emmersdorf und Maria Laach möchten verspätet Mitglieder der ARGE 2017 und des Tourismusverbandes Ysper-Weitental werden.  

22 Partnergemeinden bewerben gemeinsam die Landesausstellung in Pöggstall 2017.
22 Partnergemeinden bewerben gemeinsam die Landesausstellung in Pöggstall 2017.

Seit 2013 setzen sich die 22 Partnergemeinden für eine Bewerbung und einen daraus resultierenden Regionalentwicklungsprozess ein. Dazu wurde unter anderem eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. „Damals sind wir an alle Gemeinden südlich von Zwettl, oberhalb der Donau und westlich von Krems herangetreten und haben diese Orte um eine entsprechende Mitgliedschaft gefragt. Dabei bildeten sich die 22 bestehenden Gemeinden. Für die Gemeinden Maria Taferl, Artstetten, Klein-Pöchlarn, Leiben und Mühldorf wurde eine sogenannte Doppelmitgliedschaft beschlossen, da diese fünf Gemeinden bereits Mitglieder der Des­tination Donau sind. Damals kam von den Gemeinden Emmersdorf und Maria Laach keine Reaktion, obwohl auch hier eine Doppelmitgliedschaft möglich gewesen wäre. Nun möchten die Gemeinden aber der Arbeitsgemeinschaft und dem Tourismusverband beitreten. Wir werden bestimmt keinen ausschließen und verwehren keinem eine Mitgliedschaft in der ARGE oder im Tourismusverband, aber es muss ein Antrag von Seiten der jeweiligen Gemeinde kommen. Zudem muss schon gesagt werden, dass es immer schwieriger wird, Neumitglieder optimal einzugliedern. Seit einigen Monaten läuft unter anderem das Regionspartnerprogramm, ein Einstieg ist hier nicht mehr möglich. Auch startet in den kommenden Tagen die Gestaltung der Imagebroschüren. Fakt ist noch einmal: es muss ein Antrag erfolgen und bei der gestrigen Vorstandssitzung lag kein ­Antrag von einer der beiden Gemeinden vor. Uns läuft die Zeit schön langsam davon“, so Obmann des Tourismusverbandes Ysper-Weitental Ewald Haider. Zudem sieht der Verbandsobmann, der selbst einen Beherbergungsbetrieb im südlichen Waldviertel betreibt, ein zusätzliches Problem: „Eine Landesausstellung ist schon ein Zieher. Wir erwarten rund 300.000 Besucher und einen entsprechenden Mehrwert. Aber man muss schon auch sagen, dass der Kuchen nicht größer wird. Auch wenn mehr Gemeinden teilnehmen, die Anzahl der Besucher nimmt dadurch nicht zu. Emmersdorf ist eine starke ­Gemeinde in der Wachau. Das kann auch ein Abziehen der Gäste aus dem Raum Pöggstall bedeuten“.

Gelassenheit in Emmersdorf

Emmersdorfs Bürgermeister Josef Kronsteiner (VP) sieht die Dinge gelassen: „Die Entscheidung vom ehemaligen Bürgermeister Erwin Neuhauser war, dass wir nicht dazu gehen.“ Später intervenierte aber laut Kronsteiner Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka (VP), dass sich die ganze Region beteiligen solle. „Wir werden es noch im Gemeinderat behandeln, aber an und für sich nehme ich an, dass wir dabei sein werden.“ Für ARGE-Sprecher Karl Moser kommt die Entscheidungsfrage herzlich spät. Ich möchte ganz klar festhalten, dass es von niemanden eine Order über eine Beteiligung gibt. Jeder in der genannten Region hat das gleiche Recht. Dabei gibt es eine ganz klare Vorgehensweise, die auch für die beiden Gemeinden gilt. Die Mitgliedsbeiträge bei der ARGE und beim Tourismusverband müssen nachgezahlt werden, keiner darf als Trittbrettfahrer fungieren. Selbstverständlich wird es für die Neumitglieder immer schwieriger, entsprechende Chancen und Ressourcen zu nutzen. Viele Angebote laufen bereits. Aber Emmersdorf wird so oder so von der Landesausstellung profitieren. Die Gemeinde liegt optimal auf der Zufahrtsstraße zur Landesausstellung und in der Wachau. Ich mache mir um Emmersdorf daher keine Sorgen“, ist sich Moser sicher.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden