Melker Parkraum: Viele offene Punkte
Melk. Dass die Parkgebühr in der Innenstadt kommt, ist in Stein gemeißelt. Die Umsetzung lässt jedoch noch viele Fragen offen und sorgt für Diskussionen. Eine Arbeitsgruppe soll nun die endgültige Variante festlegen.

Der weitere Fahrplan für die Einführung der Parkraumbewirtschaftung steht schon fest: „Ein Konsens muss jedenfalls bis zur Gemeinderatssitzung am 7. April gefunden werden. In dieser Sitzung wird die Verordnung zur Parkraumbewirtschaftung beschlossen. Spätestens im Sommer soll die Parkraumbewirtschaftung dann gestartet werden“, hieß es in einer Aussendung der Stadt. Viele Punkte sind bis dahin noch zu klären, da vor allem die Wirtschaft Forderungen für sich und ihre Kunden stellt. Demnach soll die Freiparkzeit 30 statt – wie von Vize Kaufmann präsentiert – 15 Minuten betragen. Alternativ könnte man sich auch 20 Freiminuten und tägliches Gratisparken von 12 bis 13 Uhr vorstellen.
Samstags nur bis 12 Uhr
Zudem soll die Gebührenpflicht, wenn es nach der Melker Wirtschaftsvereinigung Zunftzeichen geht, an Samstagen schon um 12 und nicht erst um 18 Uhr enden.
Für Unmut sorgte bei den Unternehmern auch das Bonussystem: „Die Rückvergütung soll nicht wie vorgestellt über Allonge und von vornherein erfolgen“, fordert Zunftzeichen-Obfrau Birgit Zöchling, „es wäre besser, wenn die Wirtschaft ein Parkkontingent kauft und den Kunden im Bedarfsfall und nach Ermessen ein Parkguthaben für den nächsten Einkauf mitgibt.“
Eine weitere Forderung ist, dass der Parkplatz beim Krankenhaus „aus Fairnessgründen“ ebenfalls gebührenpflichtig werden soll. Der Kupferkanneparkplatz soll zur Hälfte in grüne und blaue Zone geteilt werden. Die Präsentation sah hier eine vollständige grüne Dauerparkzone vor.
Für Aufregung sorgte vor allem die Höhe des Preises der Dauerparkkarte: Mit den vorgestellten 150 Euro liegt Melk beispielsweise weit über Krems, wo man jährlich 80 Euro bezahlt. Auch die Anwohnerparkkarten für Zweitfahrzeuge und Mitarbeiterparkplätze sollen noch in der Arbeitsgruppe diskutiert werden, bevor die Verordnung am 7. April in den Gemeinderat geht.
Neue Idee: „Löwenbus“
Mit einem ganz neuen Vorschlag ließ die Firma Gottwald aufhorchen: Demnach soll gleichzeitig mit den Parkgebühren ein Citybus eingeführt werden, der kontinuierlich seine Runden durch die Stadt dreht. Dieser soll älteren Menschen einen Besuch der Innenstadt ermöglichen, den Verkehr reduzieren, Freiflächen in der Innenstadt schaffen und die Kundenfrequenz erhöhen. Ein Problem könnte die Finanzierung werden.?


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