Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Der Landtagssaal in St. Pölten vergangene Woche Schauplatz von Niederösterreichs größtem kommunalen Fachtag, dem „Energie- und Umwelt-Gemeinde-Tag“. Unter dem Motto „Energiewendeland Niederösterreich. Global denken – Lokal handeln“ holten sich Vertreter der Kommunalpolitik Impulse für eine nachhaltige Energiezukunft.

Foto (v.li.): Herbert Greisberger (Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ), Matthias Eichinger (Yspertal), Manfred Babinger (Ruprechtshofen), Johannes Scherndl (Ruprechtshofen) Landesrat Stephan Pernkopf, Alois Hubmann (GVU Melk), Andreas Leeb (Mank), Bürgermeister von Mank Martin Leonhartsberger und Gerhard Dragovits (St. Leonhard am Forst). Foto: NLK J.Burchhart

Niederösterreich hat mit Ende letzten Jahres ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Energiewende erreicht: Der gesamte Strombedarf mit Strom aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Dieses Etappenziel ist entscheidend um fossile Brennstoffe und die Atomkraft weiter zurückzudrängen, wie Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in seiner Eröffnungsrede betonte. „Niederösterreich deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energieträgern, nicht zuletzt dank dem großen Einsatz der Gemeinden. Das ist letztendlich der glaubwürdigste Beweis gegen die Atomkraft“ so Pernkopf.

AKW-Ausbau in Dukovany

„Tschechien möchte das AKW Dukovany um zwei weitere Reaktoren ausbauen. Im aktuellen UVP-Verfahren bringen das Land, die Gemeinden und tausende Bürgerinnen und Bürger dazu viele kritische Stellungnahmen ein. Aufgrund der geografischen Nähe - Dukovany befindet sich nur 32 Kilometer von der Österreichisch-Tschechischen Staatsgrenze entfernt - würde Niederösterreich im Fall eines schweren Unfalls des bereits bestehenden Atomkraftwerks mit hohen Strahlungsdosen belastet. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ: „Die Stellungnahme zur internationalen Umweltverträglichkeitsprüfung weist auf die direkte Betroffenheit aufgrund der geringen Entfernung zu Niederösterreich hin. Weitere kritische Punkte sind die fehlenden Sicherheitsreserven bei Erdbeben sowie die Haftungsfrage und die Endlagerung“.

Unterschriftenliste gegen Ausbau

Alle Niederösterreicher können mit ihrer Unterschrift mithelfen. Je mehr Unterschriften unter www.energiebewegung.at, desto stärker das Signal gegen die Atomkraft und für eine europäische Energiewende“, ruft Pernkopf auf. Unterschriftenlisten liegen zudem in allen Gemeinden (sowie teilweise bei Nahversorger) auf.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden