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Die Bezirks-SPÖ hat parteiintern ihre erste Wahl geschlagen. Die Spitzenkandidaten für die Nationalrats- und Landtagswahl (beide voraussichtlich 2018) stehen fest. Alois Schroll beziehungsweise Günter Sidl gehen in den Wahlkampf.

Günter Sidl (links) und Alois Schroll sind die SPÖ-Bezirks-Spitzenkandidaten für die Landtags- und Nationalratswahl.

Der Ybbser Bürgermeister Alois Schroll führt den Bezirk in den Nationalratswahlkampf. Dahinter sind Cigdem Ciftci (Melk), Günther Sidl und Renate Hebenstreit (Marbach) gereiht. Der Petzenkirchner Günther Sidl führt zudem die Landtagswahlliste für den Bezirk an. Schroll zu seiner Bestellung als Nationalrats-Aspirant: „Es ehrt mich sehr, dass ich wiederum Spitzenkandidat für den Bezirk sein darf. Die einstimmige Wahl der Bezirkspartei schätze ich sehr. Das bedeutet einen großen Vertrauensvorschuss, dessen bin ich mir sehr bewusst.“ Sein Versprechen: „Ich werde mit vollem Elan die Nationalratswahl anführen. Jetzt arbeite ich einen Strategieplan aus, den ich zur rechten Zeit präsentieren werde.“ Einigkeit steht bei den Bezirksroten ganz oben auf der Agenda. Das war bei der vorigen Nationalratswahl noch nicht so. Günter Sidl meinte nun: „Wir zeigen durch die Listenerstellung, dass wir politisch geeint arbeiten. Denn wenn wir intern gegeneinander arbeiten schwächt uns das.“ Sidl und Schroll sind sich also einig: „Wir wollen als Bezirks-SPÖ Spuren hinterlassen.“ Wie das gelingen soll? Schwerpunktmäßig sehen sich die beiden Spitzenkandidaten bei den Themen Energiewende, Arbeit, Integration, TTIP und CETA sowie dem Notarztstützpunkt Ybbs-Persenbeug. Vor allem beim Notarztstützpunkt lassen die beiden SPÖ-Herren nicht mit sich diskutieren: „Es wäre verantwortungslos diesen Stützpunkt zuzusperren. Daher setzen wir uns sehr intensiv für den Erhalt ein. Der NEF-Standort ist nicht zu diskutieren, hier haben wir null Toleranz.“

Sidl schaffte seinerzeit den Einzug in den Landtag, bei Schroll ist die Geschichte anders gelaufen. Er versuchte sich zwar, scheiterte aber. Wie realistisch er nun die Chancen für den Einzug ins Parlament hält? „Ich gebe zu 100 Prozent alles für den Bezirk und ich bin überzeugt, dass es gut wäre, wenn wir im Bezirk ein Mandat bekommen.“ Sidl möchte sein Landtagsmandat verteidigen. „Ich möchte in den Landtag. Darüber hinaus habe ich keine Ambitionen“, gibt der Petzenkirchner die Linie vor.


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