FPÖ-Kandidat Huber ortet Geheimprojekt in Matzleinsdorf
Martin Huber ist Gemeinderat in Blindenmarkt und Melker FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Tips sprach mit ihm über Kinderbetreuung, Migration und ein „Geheimprojekt“.

Die Errichtung eines Betriebsgebäudes der Firma Jungbunzlauer in Matzleinsdorf, wogegen die Bürgerinitiative „Ritter der Au“ auftritt, hält Martin Huber für ein Geheimprojekt. Grundsätzlich sei es gut, dass Arbeitsplätze in den Bezirk kommen. „Sollte etwas kommen, muss der Standort passen und alle Auflagen müssen erfüllt werden“, so der Politiker. Er wolle aber ein Ohr für die Bevölkerung haben und deren Sorgen ernst nehmen.
Nachmittagsbetreuung
Kosten für Nachmittagsbetreuung hält er für gerechtfertigt. „Wenn man vernünftige Familienpolitik machen würde, dann wäre es möglich, auch den Gratis-Nachmittagskindergarten zu ermöglichen“. Dafür würde er „Schwachsinnigkeiten“, wie die Förderung für Kunst im öffentlichen Raum streichen. Dazu gehört etwa auch die Ausstellung „Erlauf erinnert“.
Migration
„Leute, die zu uns kommen, weil sie sich ein neues Leben aufbauen wollen, sind integrationswillig und denen ist die Unterstützung zu geben“, sagt der FPÖ-Spitzenkandidat für den Bezirk Melk. Das gelte aber nicht für Asylwerber. Mit der „konzentrierten Unterbringung“ ebendieser hat Martin Huber kein Problem. Im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen spricht Martin Huber über „eine verstärkte Gefährdungslage für unsere Frauen und Kinder“. Einerseits sei das ein Gefühl, andererseits zeige das die erhöhte Nachfrage an Pfeffersprays. Trotzdem betont er aber die unterstützenswerte Initiative von Privatpersonen, Asylwerber privat bei sich zu Hause unterzubringen: „Wenn jemand privat und auf seine eigenen Kosten Asylwerber unterbringt, ist das höchst löblich und zu unterstützen“, führt der Politiker aus. Nichtregierungsorganisationen wie die Caritas hingegen sieht er als Teil einer nicht näher definierten „Asylindustrie“, „weil so viel Geld darin unterwegs ist“.


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27.01.2018 16:23
Schwachsinnigkeiten
„Honi soit qui mal y pense“, wenn ein FPÖler das Museum in Erlauf als "Schwachsinnigkeit" bezeichnet. Oder doch nicht?