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Gewalt an Niederösterreichs Schulen sinkt − FPÖ stellt Prävention in Frage

Leserartikel Stefan Hinterdorfer, 01.06.2018 12:28

Bezirk Melk/Niederösterreich. Das Innenministerium hat in einer Anfragebeantwortung Zahlen für Gewalt an Schulen veröffentlicht. Darunter findet sich auch Niederösterreich. Von der FPÖ Niederösterreich meldet sich Jugendsprecherin Vesna Schuster aus Melk zu Wort.

Vesna Schuster (FPÖ) stellt Präventionsmaßnahmen an Schulen in Frage. Foto: FPÖ
Vesna Schuster (FPÖ) stellt Präventionsmaßnahmen an Schulen in Frage. Foto: FPÖ

„Die Gewaltauswüchse an unseren Schulen sind schockierend und bedürfen echter Konsequenzen für die Täter“, wird der Obmann der freiheitlichen Jugend Niederösterreich, Alexander Murlasits, in einer Presseaussendung der FPÖ Niederösterreich zitiert. Weiter heißt es dort: „Wie aktuelle Auswertungen des Innenministeriums bestätigen, steigen die Zahlen wegen Körperverletzung und schwerer Körperverletzung an Schulen dramatisch an.“ Die Zahlen für Niederösterreich zeigen aber einen Rückgang von Gewalt an den Schulen Niederösterreichs. Im Fall von Körperverletzung war 2016 ein Höhepunkt mit 112 Fällen erreicht. 2017 gab es einen Rückgang auf 73 Fälle. Schwere Körperverletzung erreichte 2015 ihren Höchststand mit fünf Fällen. Bis 2017 sank die Zahl auf zwei.Gefährliche Drohungen gab es 35 im Jahr 2015, 24 im Jahr 2016 und 29 im Jahr 2017. Im Steigen sind die Zahlen für sexuelle Belästigung. Dafür werden für 2017 sieben Fälle ausgewiesen. Einen Anstieg bei Körperverletzung und schwerer Körperverletzung gibt es in unseren niederösterreichischen Schulen nicht.

Broschüren und Prävention

Die Melkerin Vesna Schuster meint dazu in der Presseaussendung der FPÖ Niederösterreich: „Prävention ist gut und schön, aber mit einer Broschüre wird man einen Schüler, der mit einem Sessel auf eine Lehrerin losgeht, andere Schüler verprügelt oder gar absticht, nicht davon abbringen seinen Aggressionen freien Lauf zu lassen.“ In der Anfragebeantwortung durch Schusters Parteikollegen, Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), werden mehrere Präventionsprogramme genannt, die von Präventionsbediensteten österreichweit umgesetzt werden. Darin heißt es: „In allen Präventionsprogrammen steht ein straffreies Heranwachsen der Jugendlichen im Vordergrund der Programmumsetzung. Darüber hinaus wird besonderes Augenmerk auf die Förderung des Bewusstseins für zivilcouragiertes Verhalten und die Erarbeitung von Handlungsstrategien in Bezug auf eine gewaltfreie Konfliktlösung gelegt.“ Der Bildungsdirektor des Landesschulrates Niederösterreich, Johann Heuras, der die konkrete Anfrage und deren Zahlen nicht kennt, sieht die Ursache des Rückganges in Präventionsprogrammen an Schulen. „Wenn es so ist, bin ich nicht unglücklich“, erklärt er am Telefon. Und weiter: „Grundsätzlich haben wir das Thema Prävention in die Schule zu tragen“. Beim Thema Prävention möchte er „nicht nachlassen, evaluieren und weiter bündeln.“ Dennoch gebe es noch immer zu viel psychische und physische Gewalt an niederösterreichischen Schulen.

Die Anfragebeantwortung im Original findet sich unter: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/AB/AB_00520/imfname_695080.pdf


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