Melker Arbeitgeber wollte 158 Überstunden nicht bezahlen
BEZIRK. Drei Monate lang zahlte ein Arbeitgeber aus dem Bezirk Melk zwei Arbeitnehmern die angefallenen Überstunden nicht aus.

Immer wieder wurden die beiden Mitarbeiter hinsichtlich der Auszahlung vertröstet. Schließlich wandten sich die Arbeitnehmer an die Bezirksstelle der Arbeiterkammer (AK) Melk. „Sämtliche Überstunden wurden beim Arbeitgeber schriftlich eingefordert. Allerdings wurde die Frist zur Bezahlung der nachweisbaren und unbestrittenen Ansprüche seitens des Arbeitgebers ignoriert“, berichtet AK-Bezirksstellenleiter Peter Reiter. Die Forderungen der Arbeitnehmer mussten bei Gericht eingeklagt werden. Vom Arbeits- und Sozialgericht wurden den Arbeitnehmern 158 Überstunden im Gesamtwert von 3.744 Euro zugesprochen. „Leider kommt es immer wieder vor, dass Arbeitnehmer im Vertrauen auf eine spätere Auszahlung lange Zeit berechtigte Ansprüche nicht einfordern. Vielfach gehen dadurch Ansprüche verloren. Die rechtzeitige Geltendmachung von erworbenen Ansprüchen ist wichtig, damit diese nicht verfallen“, so Reiter.
Fast 5.000 Anfragen
Insgesamt hat die Bezirksstelle im ersten Halbjahr 2018 2,37 Millionen Euro für Arbeitnehmer der Region erstritten, sagt Bezirksstellenleiter Reiter. „Das umfasst sowohl die Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz. Den größten Brocken macht naturgemäß unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus.“ 4.774 Ratsuchende haben sich im ersten Halbjahr an die Bezirksstelle gewandt. „Das zeigt, wie wichtig wir als Anlaufstelle in allen Lebenslagen sind“, sagt Reiter. Dieses Profil habe man auch mit zahlreichen Veranstaltungen geschärft. „Die Steuersparwochen waren sehr gefragt und mehr als 2.000 Menschen aus dem Bezirk führten ihren Steuerausgleich mit Unterstützung der AK durch“, bilanziert Reiter.


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