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MELK. Auf dem Firmengelände der Firma Fontach rollte man den roten Teppich aus. Die Eröffnung einer sogenannten Smart Street, einer Straße mit intelligenten Lichtmasten und vielem mehr, gab dazu Anlass.

Abt Georg Wilfing (v. l.), Unternehmerin Marie-Luise Fonatsch, VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Fonatsch-Geschäftsführer Alexander Meissner

Die Lichtmasten der Zukunft können Ampeln schalten, die Verkehrsdichte messen und den Autofahrern den nächsten freien Parkplatz anzeigen. Die Beleuchtung ist bedarfsorientiert und kann jederzeit verändert werden. Elektrofahrzeuge und Drohnen – die Lieferanten der Zukunft – können an sogenannten Smart Streets geladen werden. Integriert können auch Video-Überwachung, Notrufanlagen, Lautsprecher und vieles mehr werden. Das Unternehmen Fonatsch präsentierte vergangene Woche auf seinem Firmenglände eine Musterstraße dieser Smart Street. Zahlreich fanden sich dazu Vertreter aus Politik und Wirtschaft ein, um sich begeistert zu zeigen. „Wir haben den Spagat vom traditionellen Handwerksbetrieb zur digitalen Welt geschafft“, ließ Unternehmerin Marie-Luise Fonatsch sichtlich stolz auf sich, ihr Team und ihr Produkt verlauten. Auch Geschäftsführer Alexander Meissner gab sich glücklich, dankte dem Kollegium und rief dazu auf, von Melk aus die smarte Welt zu erobern. „Zu Neuerungen braucht es Mut“, sagte VP-Bürgermeister Patrick Strobl am Podium und verkündete, dass der künftige Melker Boulevard, der Löwenpark und Altstadt miteinander verbinden soll, auch von solch einer Smart Street geziert werden wird.

Melk und das Tal des Siliziums

Der VP-Landtagsabgeordnete Karl Moser ließ sich gar zu der Aussage hinreißen, dass Melk das neue Silicon Valley Niederösterreichs sei. Mit einer Fanfare begrüßte man die zu Scherzen aufgelegte VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf der Bühne. Ihr Plan sei es Niederösterreich zum schnellsten Bundesland zu machen und lauter schöne Bürgermeister zu haben. Ersteres meinte sie ernst, zweiteres brachte Patrick Strobl zum Lachen. „Wir können die Zukunft gestalten und die Herausforderungen des digitalen Wandels nutzen“, so Mikl-Leitner. Die Smart Street sei ein Vorzeigebeispiel dafür, erklärte die Landeshauptfrau. Feierlich schnitt man dann zu Ehren der pfiffigen Straße ein Band durch und eine Torte an.


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