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MICHELDORF/KIRCHDORF. Ortsbauernobmann Wolfgang Limberger aus Micheldorf setzt sich für kleinstrukturierte Landwirtschaften ein.

Ortsbauernobmann Wolfgang Limberger, Foto: Egelseder
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Wolfgang Limberger führt im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft mit acht Milchkühen und Jungtieren. Er hat den Hof 2003 von den Eltern übernommen, die nach wie vor mithelfen. Diese Unterstützung ist wichtig für Limberger, der seit 1999 vollzeit als Lehrer für Pflanzenbau- und Obstbau in der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Lambach arbeitet und dort auch Internatskoordinator ist. „Es ist eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit. Man hat viel Spaß mit den jungen Leuten. Außerdem ist es fachlich interessant und es ergänzt sich gut mit der Landwirtschaft“, so Wolfgang Limberger, für den der Praxisbezug wichtig ist.

Stimme der Bauern ist wichtig

„Die Stimme der Landwirtschaft im gesamtpolitischen System ist heutzutage noch wichtiger. Früher, als es noch mehr Bauern gab, sind diese ernster genommen worden“, meint Limberger. In der Gesellschaft sei der „kleine Bauer“ jedoch angesehen. „Obwohl wir kein Biobetrieb sind, schätzen die Leute die Qualität unserer Produkte und der Ab-Hof-Verkauf läuft gut“, erzählt der 40-Jährige.

Bewirtschaftung der Flächen

Ein großes Problem für eine kleine Landwirtschaft sei, laut Limberger, die Bewirtschaftung von unrentablen Flächen. „Was passiert damit, wenn sie in den nächsten Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden, weil es sich für viele klein-strukturierte Landwirtschaften nicht mehr rentiert? Die Flächen müssen leistbar erhalten werden können“, fordert der dreifache Vater, der dabei vor allem an die nächste Generation denkt.

Vielschichtige Landwirtschaft

Seit 2015 ist Wolfgang Limberger Ortsbauernobmann von Kirchdorf-Micheldorf. Rund 120 aktive landwirtschaftliche Betriebe sind in diesem Gebiet gemeldet. Die Landwirtschaft ist sehr vielschichtig: von ebenen Flächen mit Ackerbau über steile, schwer zu bewirtschaftende Hänge bis hin zu Forstwirtschaft. „Die Schafhalter und die Biobetriebe werden mehr“, so Limberger. „Viele steigen auf Bio um, da die Bergbauerngebiete ohnehin schon sehr bionahe bewirtschaftet werden und der Biomilchpreis höher ist“, erklärt der Landwirt.

Nahrungsmittel sicherstellen

Wolfgang Limberger ist es wichtig, den Wert der Landwirtschaft und den volkswirtschaftlichen Nutzen hervorzuheben: „Unsere Aufgabe ist die Sicherstellung von Nahrungsmitteln für die Bevölkerung. Derzeit haben wir genug, doch die Nahrungsmittel pro Person werden nicht mehr werden. Das darf man nicht vergessen. Wir produzieren in Österreich Lebensmittel mit sehr hohen Standards. Das sollten die Leute bedenken, wenn sie das nächste Mal schimpfen, weil es stinkt oder wenn sie hupend hinter dem Traktor fahren.“


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