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MICHELDORF IN OÖ. Nach der Abwanderung der Geschäfte aus dem Michelpark stehen rund 20.000 Quadratmeter Gewerbe­fläche frei. Dies betrifft auch das ehemalige Billa-Gebäude im Ortszentrum. Die drei Bürgermeisterkandidaten äußern dafür ihre Pläne. 

Der Michelpark soll in Zukunft wieder belebt werden. Foto: Carina Kerbl
  1 / 2   Der Michelpark soll in Zukunft wieder belebt werden. Foto: Carina Kerbl

Durch den Neubau des viele Jahre ansässigen Baumarktes an einem neuen Standort ergeben sich im Michelpark-Areal wieder neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Gewerbe- und Handelsbetrieben. Momentan befindet sich im Michelpark noch das Jugendzentrum und eine Versicherung.

Keine Wohnanlage

In den letzten Monaten häuften sich jedoch die Gerüchte, dass auf dem Gebiet ein Wohnpark entstehen soll. Dies ist aufgrund der gültigen Flächenwidmung nicht möglich und auch vom Eigentümer nicht gewollt. Eigentümer der Gebäude im Michelpark ist die Ärztekammer.

Gebäude gehören Ärztekammer

„Es ist mir ein sehr wichtiges Anliegen, möglichst zeitnah eine Wiederansiedlung von Betrieben im Michelpark zustande zu bringen. Dies ist aber natürlich nur in Absprache mit dem Eigentümer, der Ärztekammer OÖ, möglich. Es gibt derzeit schon mehrere Anfragen, aber noch keine konkreten Angebote, die eine langfristige Nutzung gewährleisten. Die Ärztekammer OÖ kann sich entweder eine langfristige Vermietung oder aber auch einen Verkauf der gesamten Fläche vorstellen“, betont der Bürgermeisterkandidat Horst Hufnagl (SPÖ).

Zentrale Lage des Michelparks

Der Michelpark liegt zentral, hat eine ampelgeregelte Verkehrsanbindung und kann so optimal genutzt werden. Bürgermeisterkandidat Gerhard Weinberger (ÖVP) will im Michelpark Jungunternehmer bzw. Start-Ups ansiedeln. „Die Gebäude sollen nicht zu einer Ruine verkommen“, so Weinberger. Patrik Reiter (FPÖ) macht sich ebenso Gedanken über die Zukunft des Michelparks.

Bedarf konkreter Konzepte

„In der Bevölkerung trifft der Umstand, dass Grünflächen verbaut werden, während bereits bestehenden Betriebsflächen die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit entzogen wird, auf Verständnislosigkeit. Aus diesem Grund sollten bereits vor der Erteilung von Baubewilligungen für geplante Bauten konkrete Konzepte vorliegen, welche eine zukünftige Nutzungsmöglichkeit der existierenden Gebäude sicherstellen“, so Reiter.

Planung sollte gut durchdacht werden

Aber Reiter will an die Angelegenheit gut durchdacht herangehen: „Die Ansiedelung mehrerer Geschäfte wird sich angesichts der ohnehin sehr hohen Dichte an Verkaufsstätten im Einzugsgebiet Micheldorf-Kirchdorf als äußerst schwierig erweisen.Auch die Ansiedelung eines einzelnen Geschäftes erscheint nach der Abwanderung des einzigen Anziehungspunktes und der damit einhergehenden mangelnden Frequentierung wenig sinnvoll.“ Reiter hält es daher für sinnvoller, ein Gesamtkonzept für den Michelpark zu entwickeln: „Ich persönlich sehe hier eine Chance für Professionisten z. B. unter dem Motto alles rund ums Haus, sei es Elektro oder Sanitärinstallation. Ebenfalls sehe ich hier Möglichkeiten für kleinere Produzierende Betriebe einen passenden Standort zu geben.“

Alter Billa im Ortszentrum

Aber auch im Ortszentrum steht das Gebäude des ehemaligen Billa-Geschäftes leer. Eigentümerin des leer stehenden Billagebäudes ist eine Frau aus Linz. Hufnagl plant daraus einen Dorfladen zu machen. Dafür haben Gemeinderäte aus Micheldorf von der SPÖ und den Grünen die Arbeitsgruppe „Leben im Zentrum“ (LIZ) gegründet. Auch Reiter kann sich im ehemaligen Billa-Gebäude einen Bauernladen oder Vergleichbares durchaus vorstellen. „Davon würden auch die angesiedelten Nahversorger profitieren“, erklärt Reiter abschließend.


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