Unterstützung für Familien mit demenzkranken Angehörigen
MICHELDORF. In Ausnahmezeiten, wie jetzt bei der aktuellen Coronakrise, sind Familien dazu gezwungen, für längere und unbestimmte Zeit auf engen Raum zusammenzuleben. Dieses Zusammenleben ist gerade für Familien mit demenzkranken Angehörigen eine schwierige Aufgabe. Die Morbus Alzheimer Syndrom (MAS) Alzheimerhilfe hat deswegen eine Notfalls-Initiative gestartet, die in dieser oft aufreibende Zeit Halt geben soll.

In Zeiten von Corona sind Familien mit demenzkranken Angehörigen besonders gefordert. Das Wissen, um diese herausfordernde und manchmal auch explosive Zeit zu meistern, fehlt. Immerhin sind die Trainingsgruppen und Besuche aufgrund der Verordnung der Landesregierung vorerst abgesagt. Die Morbus Alzheimer Syndrom (MAS) Alzheimerhilfe ist sich dieser außergewöhnlichen Situation bewusst und hat daher die MAS Notfalls-Initiative gestartet, um betroffenen Familien zumindest etwas Abstand und Entlastung zu ermöglichen.
Notfall-Initiative
Die MAS Notfalls-Initiative ist auf zwei Teilen aufgebaut: Einerseits telefonisch aktive Experten der MAS Alzheimerhilfe. Die Experten bieten den betroffenen Familien der Trainingsgruppen, die von der MAS Alzheimerhilfe begleitet werden, telefonisch Hilfestellungen an. Andererseits wurden MAS Tipps gestaltet, welche im Rahmen eines Informationsblattes konkrete Handlungsmöglichkeiten in Krisensituationen aufzeigen. Diese MAS Tipps wurden speziell für solche Ausnahmezustände, wie sie jetzt herrschen, konzipiert und beinhalten konkrete Handlungsvorschläge. Unter anderem wird auf die positiven Auswirkungen von Humor verwiesen und die Wichtigkeit von Struktur und Routinen. Gleichbleibende Tagesabläufe gäben den demenzkranken Familienmitgliedern Halt. Eine Checkliste zum Abhacken (Körperpflege, Frühstück, Ruhezeit,…) sei hierbei hilfreich. Vor allem sei auch das Vermeiden von Konflikten sehr wichtig. Das Informationsblatt der MAS Alzheimerhilfe rät dahingehend, die Forderungen an die demenzkranke Person so gut es geht zu minimieren und Diskussionen nicht bis aufs Letzte auszufechten. Es könne auch hilfreich sein, den Raum zu verlassen, bevor die Situation eskaliert.


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