Abriss und Neubau des Micheldorfer Gemeindeamtes
MICHELDORF. Am Rathausplatz 1 rollen bald die Bagger. Das alte Gemeindeamt muss weichen und für ein neues Platz machen. Unterdessen ziehen die Gemeindebediensteten in 18 Container ein.

Das Micheldorfer Gemeindeamt wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Es war bereits ein Armenspital, Fürsorgeheim und bot Platz für eine Außenstelle der Volksschule, eine öffentliche Bücherei und eine Kapelle. Das Gebäude ist jedoch nicht barrierefrei, das Erdgeschoß ist von Schimmel befallen und es wurde eine Radonbelastung gemessen – genug Gründe für den Entschluss, das Gebäude abzutragen.
Gegenstände aus dem alten Gebäude zu erwerben
Ab Montag, 25. Jänner, übersiedeln die Gemeindemitarbeiter in Container. „Wir werden ein paar Tage nur über Handy erreichbar sein und eine kurze Sperre ist nötig. Nähere Infos folgen noch. Die Finanzabteilung im Bauhofgebäude ist jedoch immer erreichbar“, informiert der Micheldorfer Bürgermeister Ewald Lindinger. Nach dem Umzug besteht die Möglichkeit bei einem Flohmarkt Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, zu erwerben.
„Eine lange Geschichte dieses Hauses geht mit dem Abbruch zu Ende. Das moderne, zweckmäßige neue Gebäude soll den Bürgern für Ausstellungen, Konzerte und so weiter zur Verfügung stehen“, so Lindinger. Das neue Gemeindeamt ist barrierefrei, der Bürgerservice samt Melde- und Standesamt ist im großzügigen Foyer im Erdgeschoß zu finden. „Rund 80 Prozent der Anliegen der Bürger können dort gleich behandelt werden“, so Bürgermeister Ewald Lindinger. Im ersten Stock befinden sich alle anderen Büros, die auch mittels Lift erreichbar sind. Ein großer Sitzungssaal ist auch für öffentliche Veranstaltungen nutzbar.
Ab 15. Februar wird der Abbruch gestartet. Laut Bauzeitplan soll das neue Gebäude bereits Ende dieses Jahres benutzbar sein. Die Baukosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, wovon zwei Millionen Euro vom Land Oberösterreich übernommen werden.


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