Bürgermeister Horst Hufnagl im Interview: "Bunt wie das Leben"
MICHELDORF IN OÖ. Bürgermeister Horst Hufnagl (SPÖ) sprach mit Tips über aktuelle Geschehnisse in Micheldorf sowie über zukünftige Herausforderungen für die Marktgemeinde.

Tips: Was tut sich momentan in Micheldorf?
Horst Hufnagl: Viel tut sich in Micheldorf. Wir haben eine sehr gute wirtschaftliche Entwicklung. Denn es erweitern derzeit viele Betriebe, wie „Burgtrans“, „Rika Blechkomponenten“ und „Kiefel Packaging“, um nur einige zu nennen. Doch auch kulturell ist einiges los. Auf der Burg Altpernstein hat das Burgstüberl wieder geöffnet. Die Burg hat eine sehr positive Entwicklung mit den neuen Pächtern vom Institut für soziale Kompetenz zu verzeichnen.
Tips: Welche Projekte konnten in der Gemeinde bereits erfolgreich abgeschlossen werden?
Hufnagl: Der geplante Dorfladen steuert auf die Zielgerade zu und wird in den nächsten Monaten eröffnet. Es gibt hier bereits Kooperationen mit regionalen Erzeugern. Die neue Krabbelstube und der neue Kindergarten „In der Krems“ sind durch ihre Nähe zum Himmelreichbiotop eine wertvolle Bereicherung für Frühentwicklung unserer Kinder. Auch die Bergrettung wird in nächster Zeit ihr neues Vereinsheim am Areal des Kindergartens errichten. Das ist ein optimaler Standort für den Start von Trainings und Rettungseinsätzen in unsere Bergwelt.
Tips: Welche Projekte sind künftig geplant?
Hufnagl: Die Volksschule muss dringend saniert und erweitert werden. Außerdem soll für die Musikschule mehr Platz zur Verfügung stehen. Die Kindergartensanierung im Ortszentrum steht auf der Dringlichkeitsliste ganz oben, da gilt es, die Finanzen gut im Griff zu haben. Beim Michelpark wird hoffentlich noch im Herbst eine Entscheidung über den Verkauf des Areals gefällt. Interessenten sind vorhanden, die eine Neubelebung zeitnahe garantieren. Auch bei der Infrastruktur laufen in den nächsten Jahren mehrere Projekte, wie zum Beispiel Straßensanierungen.
Tips: Worauf sind Sie als Bürgermeister in Micheldorf besonders stolz?
Hufnagl:Auf zwei Dinge bin ich besonders stolz. Zum Einen hat Micheldorf viele Ehrenamtliche, die sich in Vereinen engagieren, sich gegenseitig unterstützen und so zur Ortsbelebung beitragen. Zum Anderen, dass unser Ort und der naheliegende Erholungsraum sehr begehrt ist und viele Leute nach Micheldorf ziehen. Micheldorf ist somit bunt wie das Leben.
Tips: Mit welchen Herausforderungen hat Micheldorf derzeit und künftig zu kämpfen?
Hufnagl:Eine große Herausforderung wird die Umstrukturierung in der Gemeinde, da in nächster Zeit einige Pensionierungen von Mitarbeitern anstehen.
Tips: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Hufnagl: Ich wünsche mir, dass wir im Kremstal ein Hotel bekommen. Denn unsere aufstrebenden und internationalen Betriebe benötigen für Kunden und Besucher Nächtigungsmöglichkeiten ebenso wie die Besucher unserer grandiosen Naturlandschaft oder Interessierte an unserer langen historischen Vergangenheit.


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