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Weihnachtsfest im Reich der Mitte: Mönchdorferin feiert Heiligen Abend in Peking

Mag. Claudia Greindl, 19.12.2017 19:00

MÖNCHDORF/PEKING. Den Heiligen Abend feiert eine junge Mönchdorferin heuer 8000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt: Eva Haslinger studiert derzeit in Peking und wird auch das Weihnachtsfest in Chinas Hauptstadt verbringen.

Eine Kombination aus Wirtschaft, Sprachen und Kultur ist das Studium „International Cultural and Business Studies“, das die 22-jährige Mönchdorferin derzeit in Passau absolviert. Für den verpflichtenden Auslandsaufenthalt hat sie aufgrund ihrer Wahlsprachen Italienisch und Chinesisch das Reich der Mitte gewählt. „Deshalb bin ich seit Anfang September in Peking“, berichtet Eva Haslinger.

Intensives Sprachenlernen

An der BFSU, der Beijing Foreign Studies University, einer der besten Fremdsprachenuniversitäten in China, besucht sie einen Intensivsprachkurs und zwei Wirtschaftskurse. „Jeden Tag habe ich zwei bis vier Stunden Chinesischunterricht“, freut sie sich über gute Fortschritte bei ihren Spachkenntnissen. „Bei meiner Ankunft habe ich die wichtigsten Wörter schon gekannt, da ich im Studium schon zwei Jahre Chinesisch gelernt habe. Allerdings war ich noch weit davon entfernt, eine vernünftige Konversation führen zu können.“ Doch da in China nur wenige Menschen gut Englisch sprechen, kommt man um das Chinesische nicht herum. „An unserer Uni spricht das gesamte Büropersonal kein Englisch.“

Guanxi hat geholfen

Um die Sprache zu üben und das Alltagsleben in China besser kennenzulernen, hat sich Eva Haslinger dafür entschieden, bei einer Gastfamilie zu wohnen. Über Beziehungen oder „Guanxi“, wie es auf Chinesisch heißt, fand sie eine Unterkunft bei einer Familie im Finanzzentrum der 21,5 Millionen Einwohner zählenden Metropole – dort, wo die Wolkenkratzer zu finden sind. „Mit meiner Gastfamilie spreche ich Chinesisch, nur wenn ich es nicht verstehe, switchen wir auf Englisch. In den vergangenen Monaten habe ich dadurch wirklich viel gelernt.“

Millionenmetropole

Die Größe der Stadt, die fast zweieinhalbmal so viele Einwohner wie Österreich hat, ist enorm. Von ihrer Unterkunft zur Universität im Zentrum Pekings braucht Eva eine Stunde und 20 Minuten, obwohl beides im Zentrum liegt. „Die Wohnung befindet sich im 16. Stock, somit genieße ich von meinem Zimmer aus eine wirklich tolle Aussicht, sofern es der Smog zulässt“, meint die Studentin augenzwinkernd. „Diese unterscheidet sich allerdings stark von der Aussicht im schönen Mühlviertel“, fügt sie hinzu.

Besuch aus Österreich

Damit das Heimweh dorthin nicht zu groß wird, hat sich für die Weihnachtsfeiertage Besuch aus Österreich angekündigt. „Mein Freund Michael und meine zwei jüngeren Brüder kommen am 23. Dezember für zwei Wochen auf Besuch“, freut sich Eva Haslinger.

Für das Weihnachtsfest in der Ferne gibt es noch keinen genauen Ablauf, aber schon ein paar grobe Vorstellungen: „Geplant ist ein gemeinsames Essen mit meinen Freunden hier in Peking.“ Am späten Nachmittag steht ein Weihnachtsgottesdienst in einer International Church, einer internationalen Kirche, auf dem Programm. „Am Abend werden wird dann auch bestimmt eine kleine Andacht mit Weihnachtsgeschichte, Weihnachtsliedern und Gebeten gestalten, das ist uns sehr wichtig.“

Eltern allein daheim

Zweifellos werde Weihnachten aber sehr anders sein als daheim. „Ich bin auch gespannt, wie es meinen Eltern gehen wird, da ich aus einer großen Familie komme und wir immer alle gemeinsam feiern“, sagt die Auslandsstudentin. „Doch meine Schwester hat ihre eigene Famlie, mein großer Bruder ist heuer ausgezogen, und ja, der Rest ist in Peking.

Mehr über Eva Haslingers Alltag in China gibt es in der nächsten Tips-Ausgabe und auf www.tips.at!


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