Chlorgasaustritt in der Neuen Mittelschule Molln
MOLLN. In den frühen Morgenstunden wurden die Feuerwehren Molln, Breitenau, Kirchdorf an der Krems und Pettenbach zu einem Chlorgasaustritt in der Neuen Mittelschule in Molln alarmiert.

Laut der FF Molln ist das Lehrschwimmbecken in Molln mit einer Chlorgasanlage ausgestattet. Die dort verbaute Überwachungsanlage hatte einen Gasaustritt gemeldet. Eine 56-jährige Reinigungskraft aus Leonstein, die als erstes ins Schulgebäude kam, hat den Alrarm (Warnsirene) wahrgenommen. Sie verließ sofort das Gebäude und verständigte den zuständigen Schulwart. Dieser alarmierte die Einsatzkräfte.
Spezialkräfte alarmiert
Einsatzleiter Armin Steiner ließ das Schulzentrum großräumig Absperren und alarmierte Spezialkräfte: das Gefährliche-Stoffe-Fahrezug (GSF) Pettenbach und das Atemschutzfahrzeug (ASF) Kirchdorf. Aufgrund der Eigenschaften von Chlorgas wurde unter Verwendung von Vollschutzanzügen der Stufe 3 vorgegangen. Der eingesetzte Atemschutztrupp unter Vollschutz konnte eine laufend ansteigende Konzentration von Chlorgas feststellen. Daraufhin wurde entschieden, dass der gesamte Bereich be- und entlüftet wird. Das austretende Gas/Luftgemisch wurde mit Wasser niedergeschlagen und so neutralisiert. Die zuständigen Behördenvertreter, Direktoren und der Mollner Bürgermeister wurden über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt.
Keine Gefahr für Schüler und Lehrer des Schulzentrums
Das Schulzentrum wurde nach intensive Kontrolle der Anlage und nach Wiederinbetriebnahme der Warnsysteme wieder freigegeben – Schüler und Lehrer, die sich währenddessen im Nationalparkzentrum befanden, konnten das Gebäude wieder benützen. Laut den Einsatzkräften bestehe keine Gefahr für Schüler und Lehrer des Schulzentrums.
Technisches Gebrechen vermutet
Laut Polizei ergaben bisherige Erhebungen, dass der Chlorgasaustritt auf Grund eines technischen Gebrechens entstanden sein könnte. Eine genaue Abklärung erfolgt von einem sachkundigen Techniker. Sowohl anwesende Personen als auch bei der Ereignisbekämpfung eingesetzte Feuerwehrleute wurden nicht verletzt. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.


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