Kulturwochen in Molln begeisterten
MOLLN. Beeindruckende Kulturtage und -wochen gehen in Molln zu Ende. Der Kulturverein frei-wild-molln machte das Thema „Zivilgesellschaft und Migration“ zwei Monate lang zum kulturellen Dauerbrenner in der Region Steyrtal.

Die Ausstellung „gekommen und geblieben“ von Volkshilfe und Migrare, unterstützt von der Gemeinde Molln, ist noch bis Freitag, 27. Jänner, im Nationalpark Zentrum zu sehen. Sie zeigt die Entstehung und Auswirkung von 50 Jahren Arbeitsmigration in Oberösterreich. Ein eigens für Molln vom Kurator Michael John und seinen Studenten der Kepleruniversität Linz recherchiertes und gestaltetes Steyrtal-Spezial erinnert an die konkrete Lebenswelt der Betriebe und Gesellschaft in der Region. Rund 750 Besucher schlenderten bereits durch die Ausstellung.
Interessante Diskussionen
Mit dem dritten Symposion wildheut“ und dem Motto „Willkommen Zivilgesellschaft“ in Zusammenarbeit mit der Universität Linz, gefördert von der Leader-Region-Kalkalpen, entstand ein hochrangiges Programm rund um die Themen Widerstand, Protest und Initiative. Zeitzeugen wie der Umweltaktivist Josef Buchner und Nationalparkidee-Erfinder Kurt Russmann sprachen über den Umgang der Politik mit Bürgeranliegen. Der renomierte OÖN-Jounalist Efgani Dönmetz referierte über seine Thesen und Erfahrungen zur Flüchtlingsfrage und SPES-Chef Johannes Brandl präsentierte das Migranten-Betreuungsthema „Conclusio“.
Bewegendes Theater
„Der Krah – die Geschichte eines (un-)Heiligen Abend“ war ein Weihnachtsspiel der anderen Art des Kultur- und Theatervereins frei-wild.molln. Die Besucher erlebten wie durch die Herbergsuche eines Wild-Fremden die aktuelle Realität, die Bruchlinien unserer Gesellschaft zwischen Stadt und Land, zwischen Alt und Jung zwischen Heimatliebe und Menschenliebe sichtbar werden. 870 Besucher waren von den insgesamt zehn Aufführungen zutiefst bewegt.


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