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MOLLN. Der Theaterverein frei-wild.molln zeigt derzeit ein besonderes Stück im Nationalpark Zentrum Molln, denn dort geht die Welt unter.

"Was kommt da auf uns zu?" – fragen sich die Mollner. Foto: E. Sageder
  1 / 4   "Was kommt da auf uns zu?" – fragen sich die Mollner. Foto: E. Sageder

„SOS statt SMS“ heißt es, wenn die Welt in einer diesmal menschengemachten „Sündflut“ versinkt, denn dann hilft auch die Digitalisierung nichts, sondern am Ehesten noch schwarzer Humor – beim Überlebenskampf gegen Wasserstand und endzeitliche Beziehungskrisen. Das erlebten die Besucher bei der Premiere und österreichischen Erstaufführung der Satire des Wiener Buch-, Theater- und Kabarettautors Erich Sedlak: „Die Arche Novak“.

Eine „Kreuzfahrt“ ins Ungewisse

In der Inszenierung von Franz Strasser mit seinem ebenso genialen wie spartanischen Bühnenbild entsteht in der „Black-Box“ des Nationalpark Zentrums eine „Kreuzfahrt“ ins Ungewisse mit sich überstürzenden, ironischen Weltuntergangs-Zutaten.

Hervorragende Besetzung

Die Mollner frei-wilder spielen „um ihr Leben“: witzig, tragisch oder hintergründig. Das frei-wild Ensemble zeigt Slapstick mit Tiefgang: als ahnungsvoller Polier und Arche-Macher „Novak“ brilliert Willi Berger, seine energisch „Herzensgute“ (Erna Wecht), der „mega-coole Sohn“ (Tim Reinisch) und der „schlitzohrige Onkel Franz“ (Manfred Sulzbacher) machen alle auf „family first“. Das neurotische Spießer-Ehepaar verwirklichen ebenso treffend Sepp Wecht (“nicht war“) und Dagmar Brugger (“SOS“) wie Barbara Schmidberger die anteilnahmslose Reporterin der „mainstream-Medien“.

Lob vom Autor

Der bei der Österreichischen Erstaufführung in Molln anwesende Wiener Autor Erich Sedlak gratulierte und schätzte die Aufführungsqualität durch die „Mollner Amateure“ insgesamt höher als die der Uraufführung vor zwei Jahren im Oldenburgischen Staatstheater.

Die „Arche Novak“ schwimmt weiter

Das Premierenpublikum durfte sich köstlich und dennoch mit offensichtlicher Betroffenheit amüsieren und künftige Besucher wird es freuen: „die Arche Novak“ ist bei der Premiere nicht untergegangen. Vielmehr schwimmt und strandet sie mit ihrer kuriosen Besatzung weiter - bis zu einem hier nicht zu verratenden heimatlichen Gipfelplatz. Termine: 20., 21., 25., 27., 31. Oktober und 3. sowie 4. November, jeweils um 19.30 Uhr in Molln


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