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MOLLN. Franz Sieghartsleitner ist nicht nur Ortsbauernobmann von Molln, sondern auch Maschinenring-Obmann von Steyr-West-Steyrtal und weiß deshalb, wie wichtig eine Zuverdienstmöglichkeit für viele Landwirte ist.

Ortsbauernobmann Franz Sieghartsleitner, Foto: Egelseder
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Franz Sieghartsleitner führt mit seiner Frau Renate einen reinen Grünlandbetrieb mit 50 Milchkühen und rund 60 Jungrindern in Molln. 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in der Marktgemeinde sind Grünlandbetriebe. Mit dem aktuellen Milchpreis ist es jedoch für viele schwierig, ihre Einkünfte zu halten.

Umstellung auf Bio und Nebenerwerb steigen

„Die Milchviehbetriebe im Ort haben sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren halbiert. Viele haben auf Mutterkuhhaltung oder auf Schafe und Milchziegen umgestellt. Ende des Jahres steigen wieder viele auf Bio um, weil sich Biomilch besser vermarkten lässt“, erzählt Franz Sieghartsleitner. Für viele Landwirte ist auch ein Nebenerwerb unumgänglich. „Der Maschinenring gibt dabei einen starken Partner“, weiß der 42-jährige Vater zweier Söhne.

Soziale Betriebshilfe und Entlastungshilfe für Bauern

„Unser Betrieb war immer schon beim Maschinenring. Ich bin statt meinem Vater in den Vorstand eingetreten und seit zehn Jahren Obmann“, erzählt Franz Sieghartsleitner. Als Maschinenring-Obmann ist er das Bindeglied zwischen Geschäftsstelle und den 468 Mitgliedern. Rund 75 Prozent der Bauern sind Mitglied beim Maschinenring (MR). „Der Maschinenring stammt von der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe ab“, erklärt Sieghartsleitner, der auch überbetrieblich im Winterdienst für Gemeinde und Firmen fährt. Denn der Maschinenring bietet auf gewerblicher Ebene das MR Service und das MR Personalleasing. Die Hauptaufgabe des Obmannes auf Vereinsebene ist es, die soziale Betriebshilfe und Entlastungshilfe zu prüfen und zu genehmigen.

Zukunft ist Herausforderung

Die Zukunft der Landwirtschaft sieht der Ortsbauernobmann zwar als Herausforderung, jedoch trotzdem positiv: „Wer in und mit der Landwirtschaft leben will, wird trotzdem die Chance finden, sein Einkommen zu erzielen, ob im Neben- oder im Voll-erwerb.“ Dass es in Molln wieder eine Landjugend gibt, trage dazu bei, dass die bäuerliche Jugend zusammenkommt, und das sei wichtig für die bäuerliche Nachfolge, denn „es ist eine Herausforderung, dass für die Betriebe eine Nachfolge gefunden wird.“


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