Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Auf den Spuren der Wilderer: 2019 jährt sich das Wilderer Drama von Molln zum hundertsten Mal

Susanne Winter, MA, 01.09.2018 15:04

MOLLN. Nächstes Jahr widmet das Museum im Dorf dem „Wilderer Drama von Molln“ anlässlich des Gedenkjahres verschiedene Veranstaltungen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

"Feldforscher" unter sich: Museumsobmann Fritz Kammerhuber, Roland Girtler, Bernhard Werner und Willi Girkinger (v. l.), Foto: Alfred Spannring

2019 jährt sich das Wilderer Drama von Molln zum hundertsten Mal. 1919 wurden drei Wilderer von der Gendarmerie erschossen. Schauplatz des Dramas war die ehemalige Fleischhauerei Dolleschall. Ein vierter Wilderer erlitt im Rahmen einer polizeilichen Amtshandlung in einem Ramsauer Bauernhaus tödliche Verletzungen. So steht es zumindest in den offiziellen Protokollen der Gendarmerie.

Zum Begräbnis der Wilderer kamen über 3.000 Menschen

Rund um diese Ereignisse gab es große Aufregung in der noch jungen Republik Österreich, welche dadurch auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wurde. Zum Begräbnis der Wilderer kamen über 3.000 Menschen, mehr als Molln damals Einwohner hatte.

Gedenkjahr in Molln

Das Museum im Dorf unter Obmann Fritz Kammerhuber wird im Gedenkjahr dieser Tragödie verschiedene Veranstaltungen widmen. Begleitend dazu konnte der bekannte Soziologe Roland Girtler gewonnen werden. Girtler hat das Leben der Wilderer, die „Rebellen der Alpen“, wie er sie nennt, gründlich erforscht. Er gilt darüber hinaus als Mitbegründer des Wilderermuseums in Sankt Pankraz, mit welchem es im Gedenkjahr Kooperationen geben soll.

Arbeitsgespräch im Museum

Kürzlich traf man sich zu einem ersten Arbeitsgespräch in der „Mayrreuth-Hütte“ des Nationalparks auf dem Freigelände des Museums. Anschließend wurde gemeinsam das Jugendstil-Kraftwerk Steyrdurchbruch besucht.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden