Auf den Spuren der Wilderer: 2019 jährt sich das Wilderer Drama von Molln zum hundertsten Mal
MOLLN. Nächstes Jahr widmet das Museum im Dorf dem „Wilderer Drama von Molln“ anlässlich des Gedenkjahres verschiedene Veranstaltungen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

2019 jährt sich das Wilderer Drama von Molln zum hundertsten Mal. 1919 wurden drei Wilderer von der Gendarmerie erschossen. Schauplatz des Dramas war die ehemalige Fleischhauerei Dolleschall. Ein vierter Wilderer erlitt im Rahmen einer polizeilichen Amtshandlung in einem Ramsauer Bauernhaus tödliche Verletzungen. So steht es zumindest in den offiziellen Protokollen der Gendarmerie.
Zum Begräbnis der Wilderer kamen über 3.000 Menschen
Rund um diese Ereignisse gab es große Aufregung in der noch jungen Republik Österreich, welche dadurch auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wurde. Zum Begräbnis der Wilderer kamen über 3.000 Menschen, mehr als Molln damals Einwohner hatte.
Gedenkjahr in Molln
Das Museum im Dorf unter Obmann Fritz Kammerhuber wird im Gedenkjahr dieser Tragödie verschiedene Veranstaltungen widmen. Begleitend dazu konnte der bekannte Soziologe Roland Girtler gewonnen werden. Girtler hat das Leben der Wilderer, die „Rebellen der Alpen“, wie er sie nennt, gründlich erforscht. Er gilt darüber hinaus als Mitbegründer des Wilderermuseums in Sankt Pankraz, mit welchem es im Gedenkjahr Kooperationen geben soll.
Arbeitsgespräch im Museum
Kürzlich traf man sich zu einem ersten Arbeitsgespräch in der „Mayrreuth-Hütte“ des Nationalparks auf dem Freigelände des Museums. Anschließend wurde gemeinsam das Jugendstil-Kraftwerk Steyrdurchbruch besucht.


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