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MOLLN. Erst 2008 gründete eine Gruppe kunstsinniger und engagierter Mollner den Kulturverein frei-wild-molln. Ein Theaterprojekt auf der sprichwörtlichen grünen Wiese, das heute vom Publikum gefeiert wird.

Das Erfolgstrio 2019, v. l.: Thomas Arzt, Eduard Sageder und Franz Strasser, Foto: P. Grubhofer
Das Erfolgstrio 2019, v. l.: Thomas Arzt, Eduard Sageder und Franz Strasser, Foto: P. Grubhofer

Es begann vor dem „Hoisnhaus“ mit dem Wildererdrama „frei-wild“. Die Mollner ehrenamtlichen „Dilettanten“ haben seither viel dazugelernt und sich – auch mit viel finanziellem und künstlerischen Risiko – einen Namen in der oberösterreichischen Theaterszene gemacht. Dafür gab's auch Preise und Auszeichnungen wie den „Volkskulturpreis 2014“. Vor allem aber fand sich ein meist begeistertes und treues Publikum aus der ganzen Region und darüber hinaus. Die Menschen kommen nach Molln seither nicht nur wegen der Natur, sondern auch der (Theater-)Kultur.

Gelebte Zivilcourage

Das gelang mit anspruchsvollen Stücken, Komödien wie Tragödien renommierter oder neuentdeckter, oft regionaler Autoren. Dabei ging es immer um Themen gelebter Zivilcourage – irgendwie auch ein ureigenes Mollner Anliegen.

Zeitgemäße Überarbeitung einer mittelalterlichen Mollner Legende

Das war es auch heuer im Juni für Thomas Arzt. Sein Volksstück mit Musik: „Die Verteidigung von Molln“ ist eine zeitgemäße Überarbeitung der mittelalterlichen Mollner Legende von Barbara, der Erfinderin der Maultrommel. Darin geht es damals wie heute schlicht um die Verteidigung der Menschlichkeit.

Bisher größter Erfolg gelungen

Mit dem in Steyrtaler Mundart geschriebenen Auftragswerk des Schlierbacher Dramatikers gelang dem frei-wild-Team um Intendant Eduard Sageder, Regisseur Franz Strasser und Komponist Manfred Rußmann der bisher größte Erfolg. Alle Vorstellungen waren ausverkauft, Kritiken und Medien voll des Lobes und rund 1.400 Besucher begeistert. Und viele Mollner fanden: Das von Arzt/Rußmann verfasste „Moin Liad“ hat das Zeug zur neuen Heimathymne.

Theater-Herzblut

2019 ist das theater frei-wild angekommen: kein Startup mehr, sondern eine von rund 70 Mollnern mit Theater-Herzblut immer wieder neu zu gestaltende, daher jung gebliebene Kultur-Tradition in der Kalkalpenregion.


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