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MOLLN. In der Corona-Krise, wenn die ganze Familie zu Hause is(s)t, stellt sich die Frage: „Was kochen wir heute?“ wieder öfter. Selber Kochen, Lebensmittelwissen und achtsamer und nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln sind gefragter denn je. Seminarbäuerin Erika Kerbl aus Molln teilt ihre wertvollen Ideen mit den Tips-Lesern.

Brioche, Eier und Äpfel werden zum süßen Scheiterhaufen. Foto: Tobias Schneider-Lenz
  1 / 2   Brioche, Eier und Äpfel werden zum süßen Scheiterhaufen. Foto: Tobias Schneider-Lenz

Eier, Milch, Mehl, Butter, Grieß, Zucker, Reis, Erdäpfel, Zwiebel, Karotten, Lauch und Sellerie hat Erika Kerbl immer daheim. Fleisch und Fisch hat sie in der Tiefkühltruhe vorrätig. „Wenn Sie mehr Gemüse einkaufen, wie Karfiol und Brokkoli, dann einfach blanchieren und portionsweise einfrieren und bei Bedarf verwenden. Daraus lässt sich schon etwas in der Küche zaubern“, weiß die Seminarbäuerin aus Molln.

Reste geschickt verwerten

Öfter sind im Kühlschrank noch Reste von den Vortagen. „Pilze, gekochter Getreidereis, Wurst oder Schinken, geriebener Käse oder Mozzarella und Tomatenmark – alles in einen Strudelteig verpackt, fertig ist der Pizzastrudel, serviert mit einer frischen Wildkräutersoße und einem guten Salat“, empfiehlt Erika Kerbl.

Trockene Semmeln sowie Kleingebäck schneidet die Mollnerin in Würfel und verwendet diese sofort für verschiedene Knödel wie Semmel-, Kaspress-, oder Tiroler Knödel oder bewahrt sie getrocknet auf. Sind die Brösel aus, dann einfach die trockenen Semmelwürfel reiben. „Aus einem trocken gewordenen Brioche, ein paar Eiern und Äpfeln wird im Handumdrehen ein süßer Scheiterhaufen“, weiß Erika Kerbl und hat einen weiteren Vorschlag parat: „Probieren sie einen Milchreis aus Einkornreis anstelle von normalem Reis. Der ist einfach himmlisch!“

Augen auf beim Spaziergang

Jetzt im Frühling wächst auch einiges in der Natur. Die Bäuerin empfiehlt Giersch als Petersilienersatz, Löwenzahnblüten für Gelees und Honig, Fichtenwipferl für Sirupe sowie verschiedene Kräuter und Blüten in ein Kräutersalz.

Regionale Rezepte

Wer auf der Suche nach Rezept-Ideen ist, der ist auf der Webseite www.regionale-rezepte.at bestens bedient. Es gibt eine sehr umfangreiche Rezepte-Sammlung von den Österreichischen Seminarbäuerinnen und „Gutes vom Bauernhof“ Bäuerinnen. Auf Facebook gibt es von „Regionale Rezepte“ täglich einen besonderen Rezepttipp der Seminarbäuerinnen.

Wissen über Ernährung

Die Webseite www.esserwissen.at, entwickelt von den Landwirtschaftskammern, vermittelt fundiertes Lebensmittelwissen aus der Ernährungswissenschaft, der Landwirtschaft sowie dem praktischen Umgang mit Lebensmitteln. Es gibt wertvolle Tipps, von der richtigen Gemüselagerung bis zur kreativen, nachhaltigen Lebensmittelverwertung oder Tipps für eine ausgewogene Ernährung.

Regional und saisonal kochen

„Kochen ist Kreativität pur. Jeder, der selbst regional und saisonal kocht, unterstützt die heimische Landwirtschaft und trägt zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei. Jede Köchin bestimmt selbst, was aus dem großen heimischen Angebot auf den Teller kommt“, betont Erika Kerbl.


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