Waldrapp-Aktionstag der Volksschule Molln
MOLLN. Unter der Leitung der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle Grünau fand in Kooperation mit dem Nationalpark Kalkalpen ein Waldrapp-Aktionstag mit den dritten und vierten Klassen der Volksschule Molln statt.

Didone Frigerio von der Grünauer Forschungsstelle erzählte den Kindern von der ursprünglichen Heimat der Waldrappe und dass sie in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. Sie zeigte, wie die Besenderung der Tiere funktioniert.
Unterscheidung der Tiere für Verhaltensforschung wichtig
Anschließend konnten die Kinder bei vier Waldrapp-Stationen unter der Anleitung von Mitarbeiterinnen der Grünauer Forschungsstelle selber aktiv sein. Sie lernten auf einer Weltkarte die Verbreitung der Ibisvögel kennen, erfuhren anhand von Praxisbeispielen, wie Telemetrie funktioniert und erhielten Einblicke, wie die Vögel mit unterschiedlichen Farben an den Beinen beringt werden. Denn die individuelle Unterscheidung der Tiere ist für ihre Wiedererkennung und die Verhaltensforschung, die von der Grünauer Außenstelle der Universität Wien seit vielen Jahren betrieben wird, sehr wichtig.
Waldrappe auf Nahrungssuche in Molln
Seit den 1990er Jahren werden die Waldrappen in Grünau von Hand aufgezogen. Die Kolonie besteht derzeit aus etwa 40 Individuen, die im Sommer und Herbst auch im Steyrtal auf Nahrungssuche sind. Auf den frisch gemähten Wiesen stochern sie mit ihrem langen roten Schnabel im Boden nach Insekten, Würmern, Schnecken, Heuschrecken und Spinnen. Die Waldrappe sind auch in Molln regelmäßig zu sehen. Daher fand die Idee eines Waldrapp-Aktionstages gleich die Zustimmung von Volksschul-Direktorin Michaela Utner.


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