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MOLLN. Eine seit Jahrzehnten brachliegende Wiese im Naturschutzgebiet Jaidhaus in Molln ist durch fehlende Bewirtschaftung durch Fichten fast verwaldet. Die Stiftung für Natur des Naturschutzbundes OÖ erweckt die Magerwiese aus ihrem Dornröschenschlaf.

  1 / 2   Die Fliegen-Ragwurz ist vom Aussterben bedroht und soll in Zukunft im Naturschutzgebiet Jaidhaus wieder blühen. Foto: C. Leitner Molln

Das Gebiet „Jaidhaus“ in Molln wurde im April 2016 von der Landesregierung einstimmig als Naturschutzgebiet festgestellt. Auf dem 319 Hektar großen Areal finden sich zahlreiche geschützte und zum Teil auch stark gefährdete Pflanzenarten wie die Große Händelwurz, der Klebrige Lein, die Fliegenragwurz, der Frühlingsenzian, die Große Sommerwurz und das Kleine Knabenkraut.

Schutz und Management

Seit 2013 betreut die Stiftung für Natur als Grundeigentümer rund sieben Hektar Magerwiesen und Streuwiesen. Früher ist die gesamte Parzelle als Streuwiese genutzt worden. In den letzten Jahrzehnten wurde die Fläche jedoch nicht mehr bewirtschaftet und Fichten haben sich angesiedelt. Die Gehölze im unteren Bereich der Wiese wurden bereits geschwendet. „Ab nächstes Jahr soll sie dann wieder mindestens einmal jährlich gemäht werden, um in diesem Gebiet der sehr seltenen Fliegen-Ragwurz und vielen anderen seltenen Arten als Lebensraum zu dienen,“ so David Priller von der Stiftung für Natur. Der obere, größere Waldbestand soll durch die Entnahme standortfremder Fichten in einen naturnahen, lichten Buchenwald umgewandelt werden.


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