Die Rückkehr der Urforelle im Nationalpark Kalkalpen
MOLLN. Unter dem Titel „Die Rückkehr der Urforelle“ machte sich Reinhard Wimmer mit seinem Filmteam auf die genetische Spurensuche in Gewässern der Bundesforste. So auch im Nationalpark Kalkalpen.

Der rund 30-minütige Dokumentarfilm „Die Rückkehr der Urforelle“ wurde von der Firma ORCA mit Unterstützung des Nationalparks Kalkalpen und der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) produziert. Insgesamt wurde in den Jahren von 2015 bis 2018 gefilmt.
Bachforelle wurde immer wieder für den Besatz nachgezüchtet
„Der Film stellt aus meiner Sicht sehr schön dar, woher diese Bachforelle (Urforelle) stammt, wie sie sich entwickelt hat, wo es sie noch gibt und was für sie getan wird – österreichweit. Regional betrachtet wird im Film erwähnt, dass es speziell im Nationalpark Kalkalpen noch eine hohe Dichte der ursprünglichen donaustämmigen Bachforelle gibt. Dazu hat möglicherweise auch beigetragen, dass diese Bachforelle seit Jahrhunderten zwischen Spital am Pyhrn und Windischgarsten immer wieder für den Besatz nachgezüchtet wurde“, erklärt Nationalparkförster Bernhard Sulzbacher von den ÖBf.
Heimische donaustämmige Bachforelle im Nationalpark
Als Urforelle wird die heimische, donaustämmige Bachforelle bezeichnet, die genetisch noch nicht gekreuzt und dadurch nicht verfälscht ist. Im Nationalpark Kalkalpen, wo wenig bis gar kein Besatz stattgefunden hat, sind die ursprünglichen Populationen noch zu finden. Sie überdauerten die vergangenen zehntausend Jahre ohne den Einfluss von standortfremdem genetischen Material.
„Der Nationalpark Kalkalpen hat sich jahrelang bemüht, die nicht heimische Regenbogenforelle abzufischen, um der heimischen Bachforelle mehr Raum und Überlebenschance zu bieten, denn die Regenbogenforelle ist räuberischer als die Bachforelle“, berichtet Sulzbacher.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden