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MOLLN. In der Diskussion um die Unterschutzstellung der Krummen Steyrling meldet sich nun Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes, zu Wort. Der Mollner vermutet Wasserkraftwerks- oder andere geheim gehaltene Bauprojekte seitens der Wirtschaft.

Die Kartendarstellungen mit der genauen Abgrenzung des zukünftigen Naturschutzgebietes der Krummen Steyrling zeigen, dass das Gewässer selbst und die unmittelbarsten Uferbegleitstreifen ins Schutzgebiet einbezogen werden sollen. Foto: Land OÖ

Bei der Informationsveranstaltung im vergangenen November im Nationalpark Zentrum Molln wurden die geplanten Verordnungsinhalte für das Naturschutzgebiet Krumme Steyrling vorgestellt und seitens der Naturschutzabteilung des Landes erläutert. „Von einer ,fast geschlossenen Ablehnung der geladenen Anrainer und Unternehmer' bei dieser Veranstaltung, bei der ich persönlich anwesend war und mich auch zu Wort gemeldet habe, kann keine Rede sein“, betont nun Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes, und stellt klar: „Nicht das ganze Tal der Krummen Steyrling – und damit womöglich bestehende oder zukünftige Betriebsstandorte – soll in das Schutzgebiet einbezogen werden, sondern nur das Gewässer selbst und die unmittelbarsten Uferbegleitstreifen. Ein Großteil davon ist sowieso öffentliches Wassergut.“

Bestehende Wassernutzungen werden abgesichert

Weiters sei, laut Maier, festzustellen, dass „ohnehin praktisch alle bestehenden Nutzungen und Eingriffe auch in Zukunft erlaubt sein werden, wie forstliche Nutzung, Jagd und Fischerei. Das heißt, wirkliche Einschränkungen wird es gar nicht geben, sondern das Ziel ist die Bewahrung des jetzigen Zustandes. Sogar die bestehenden Wassernutzungen werden alle durch die Verordnung abgesichert und bleiben unangetastet, obwohl es Ableitungen gibt, die heute niemals mehr bewilligt werden würden und könnten, weil sie zu einem Austrocknen längerer Gewässerabschnitte während niederschlagsfreier Zeiten führen – mit allen negativen Auswirkungen auf die Lebewesen des Gewässers.“

„Sofortige Offenlegung der eigentlichen Beweggründe für die Ablehnung“

Franz Maier fordert eine „sofortige Offenlegung der eigentlichen Beweggründe für die Ablehnung. Wenn es Wasserkraftwerks- oder andere bisher geheim gehaltene Bauprojekte gibt, die der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt sind, dann müssen diese auf den Tisch,“ so Maier.

„Keine Kraftwerke geplant“

„Es gibt nichts, dass auf den Tisch kommen muss“, betont Karl Schwarz, Obmann des Vereines „Wirtschaft-Steyrtal“. Der Mollner zeigt sich verärgert über eine falsche Darstellung: „Man hat uns völlig falsch dargestellt. In der Bevölkerung entstand der Eindruck, dass wir gegen den Naturschutz sind. Wir sind jedoch nicht gegen den Naturschutz – im Gegenteil, wir wollen im Einklang mit der Natur leben.“ Deshalb wäre auch der Vorwurf, dass Kraftwerke geplant seien, ein „völliger Blödsinn“.

„Haben uns nur gegen die Vorgangsweise verwehrt“

Auch ein vor einigen Jahren geplantes Kleinwasserkraftwerk von Rudolf Hintermüller sei vom Tisch. „Mir ist nach Rücksprache auch nicht bekannt, dass etwas von anderen Firmen geplant werden würde“, so Schwarz, der betont: „Wir haben uns nur gegen die Vorgangsweise seitens der Behörde verwehrt, die einfach über uns drüberfahren wollte. Ich will das Thema jedoch nicht mehr strapazieren.“


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