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NAARN / MAUTHAUSEN. Bezirkshauptmann Werner Kreisl nahm am Samstag Vormittag gemeinsam mit hochrangigen Landespolitikern und Gemeindevertretern die Eröffnung der neu gebaute Seberner Brücke zwischen Au/Donau und der Machland-Kreuzung vor.

  1 / 3   Die neue Seberber Brücke wurde am 16. Juli für den Verkehr frei gegeben. Feierliche Eröffnung mit Georg Gruber (Amtsleiter Naarn), Josef Schwar (Firma Porr), Bürgermeister Max Oberleitner (Schwertberg), Naarns Bürgermeister Martin Gaisberger, LR Max Hiegelsberger, Bezirkshauptmann Werner Kreisl, LR Günther Steinkellner, LAbg. Vizebgm. Alexander Nerat, Josef Lindner (Obmann Hochwasserschutzverband Aist) Franz Gillinger (Gewässerbezirksleiter Land OÖ), Wilhelm Sommer (Firma Porr), Karl Drexler (Amtsleiter Mauthausen).

Beim Extremhochwasser im August 2002 brach der vor fünfzig Jahren errichtete Aist-Damm auf Mauthausener Seite, was zu großflächigen Überflutungen führte. Nachdem sich der Damm während des Hochwassers 2013 erneut als kritische Stelle erwies, wurde eine umfassende Sanierung in Auftrag gegeben und ein Zehn-Punkte-Maßnahmenpaket für das betroffene Siedlungsgebiet auf dem rund drei Kilometer langen Abschnitt geschnürt. Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen wurde die Seberner Brücke neu gebaut und konnte nach fünfmonatiger Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Arbeiten am weiteren neuen Brückenbauwerk entlang der „alten“ B 3 starten in den nächsten Tagen, nachdem die Sperre der L 1422 in Naarn nun aufgehoben werden konnte. „Man bekommt ein Gefühl der größeren Sicherheit,“ sagte Franz Fürst als einer der direkten Anrainer und Betroffenen des Hochwassers 2002 bei der Eröffnung der Brücke und Präsentation des Maßnahmenpaketes. „Ganz auszuschließen ist eine Bedrohung nicht, wenn man sich die lokalen Unwetter in der Umgebung anschaut. Aber es ist um vieles sicherer. Besser - glaube ich – kann“s nicht mehr werden.“

Hochwasserschutzanlage in Aisting und Furth

Im zweiten Halbjahr 2016 wird eine zusätzliche Abflussmulde in Aisting-Furth errichtet. Hochwasserschutzmauern entlang der Häuser sowie der Aistinger Straße, Ufererhöhungen, Geländeanpassungen und die Ausformung einer Berme (Gelände zwischen Flussufer und Damm) sollen dazu beitragen, dass mehr Wasser abfließen kann. Zwei bautechnisch gesicherte Überströmstrecken zum Schutz der Dammanlage sowie ein durchgängiger Dammbegleitweg sollen die Dammverteidigung im Hochwasserfall verbessern. „Der bestmögliche Schutz unserer Bevölkerung hat oberste Priorität. Aktuell wird im gesamten Projektgebiet mit schwerem Gerät intensiv gearbeitet, damit die grundsätzliche Hochwassersicherheit bis Ende 2016 gewährleistet ist und die restlichen Arbeiten dann Anfang 2017 fertiggestellt werden können,“ sagte Bezirkshauptmann Werner Kreisl und bedankte sich bei allen, die sich parteiübergreifend in den Planungs- und Entwicklungsprozess eingebracht haben. An der Finanzierung des 11,4 Millionen Euro „schweren“ Hochwasserschutzprojektes beteiligen sich Bund, Land, die Standortgemeinden Mauthausen, Naarn und Schwertberg sowie die Hydro Power GmbH, in deren Verantwortung die Pflege der Dämme liegt.


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