Fischaufstieg an der Krems fertiggestellt
NEUHOFEN AN DER KREMS/PIBERBACH. Nach einer einjährigen Bauphase wurde die Organismenaufstiegshilfe (ugs. Fischaufstieg) beim Obermühlwehr in der Krems Ende August das erste Mal mit Wasser beschickt.

Erforderlich war die Errichtung der Organismenaufstiegshilfe aufgrund der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, welche eine schrittweise Verbesserung des ökologischen Zustandes an Fließgewässern bis 2021 vorschreibt. Beim Obermühlwehr beträgt die Wasserspiegeldifferenz in der Krems zwischen Ober- und dem Unterwasser 3,40 Meter, weshalb eine Passierbarkeit für Fische und Wasserorganismen nicht gegeben ist.
Naturnaher Beckenpass
Die 120 Meter lange Organismenaufstiegsstelle wurde als naturnaher Beckenpass im Randbereich – bestmöglich eingefügt in das Gelände – der dortigen Spiel- und Liegewiese positioniert. Die Höhendifferenz wird mit 22 Becken bewältigt, wobei zwischen jedem Becken rund 15 Zentimeter Absturzhöhe überwunden werden. Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch Bund, Land und die beiden Gemeinden Neuhofen und Piberbach, die Erhalter des Obermühlwehrs sind.
Spiel- und Liegewiese bleibt erhalten
Wesentliche Vorgaben für die Planer, die Zivilingenieure Thürriedl & Mayr, waren ein geringer Wartungsaufwand (= geringe Folgekosten) und eine möglichst naturnahe Ausführung. Besonders wichtig war auch die Erhaltung der Spiel- und Liegewiese im größtmöglichen Ausmaß. Bauherr und Auftraggeber war der Wasserverband Unteres Kremstal. Die Projektleitung wurde vom Gewässerbezirk Linz wahrgenommen. An einigen Stellen des Fischaufstieges sind noch Absturzhilfen anzubringen. Sobald diese errichtet sind und die Wiese begehbar ist, wird das Gelände wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


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