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NEULENGBACH. Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen in Niederösterreich, rührte am Dienstag nochmals kräftig die Werbetrommel für „ihre“ Kandidatin auf Platz 3 der Landesliste: Elisabeth Götze. Gemeinsam mit der Vizebürgermeisterin aus Eichgraben präsentierte Krismer Schwerpunktthemen.

Helga Krismer und Elisabeth Götze bei einer Pressekonferenz in Neulengbach. Foto: Die Grünen Niederösterreich

Dazu gehöre die Chancengerechtigkeit für Frauen. „Diese ist ganz wichtig. Sie beginnt für mich bei einer flächendeckenden Kleinstkinderbetreuung. Das heißt nicht, dass alle Mütter gleich nach dem Mutterschutz ihr Kind fremdbetreuen lassen müssen. Es muss aber jede Frau die Wahl haben, um frei entscheiden zu können. Will ich arbeiten? Wie viel will ich arbeiten? Mag ich mich völlig dem Kind widmen und zwar bis zum Kindergarten oder der Volksschule? Frauen soll die Entscheidung leicht fallen. In Niederösterreich sind wir in Sachen Kinderbetreuung und Kleinstkinderbetreuung aber weniger gut aufgestellt. Ein flächendeckendes Angebot für kleine Kinder, das sich Eltern leisten können? Fehlanzeige. Genau das will ich möglich machen“, erklärt Götze, der es bei der Diskussion zum Thema „Bildung“ immer zu viel um Organisatorisches gehe.

Mehr motivierte Pädagogen

„In welchem Ministerium soll der Kindergarten angesiedelt sein? Wer zahlt die Lehrer? Das sind in meinen Augen die falschen Fragen“, ist sich Götze sicher. Wichtiger seien mehr motivierte Pädagogen, die sich weniger mit Vorgaben und mehr mit den Förderungen der Kinder beschäftigen könnten. Im Kindergarten wie in der Schule.

„Bildungsrucksack“

Stichwort Schule: hier fordert Götze einen so genannten „Bildungsrucksack“, der alle nötigen Schulmaterialien gratis enthalten soll. „Schulkosten bis zu 850 Euro im Jahr pro Kind sind für Familien belastend. Bildung darf nicht am Einkommen der Eltern scheitern. Jedes Kind ist sehr gut. Das müssen wir unterstützen“, so die Grüne Nationalratswahlkandidatin.

Aufstockung von Sonderpädagogen

„Wir haben in Kindergärten und Schulen viele Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Diese Kinder müssen sich eine Sonderpädagogin teilen. Pro Kind bleiben nur wenige Stunden in der Woche. Inklusion – also gleichberechtigte Teilnahme und Mitbestimmung in der Kindergartengruppe oder Schulklasse  – kann so nicht gut gefördert werden. Es braucht auch hier eine Aufstockung des Personals“, ergänzt Helga Krismer die Ausführungen von Götze.


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