Infoserie: Heimischen Fisch auf den Tisch
BEZIRK FREISTADT. Im fünften Teil der Infoserie „Unser Essen – (k)eine Klimasünde“, gemeinsam mit dem Energiebezirk Freistadt (EBF), geht es um die Überfischung der Weltmeere und den damit verbundenen massenhaften Beifang.

Die jahrzehntelange Übernutzung der Meere bedroht viele Fischbestände sowie viele weitere Tierarten. Jährlich werden weltweit 90 Millionen Tonnen Fisch gefangen. Ein Drittel der globalen Fischbestände gelten als überfischt. Im Mittelmeer und im Schwarzen Meer werden 62 Prozent der Bestände als überfischt klassifiziert.
Fischernetze als tödliche Falle
Doch neben den gewünschten Fischarten kommen auch noch viele weitere Tierarten aufgrund der Fischerei um. Millionen Tonnen Meereslebewesen landen aufgrund umweltgefährdender Fangmethoden unbeabsichtigt in den Netzen als sogenannter Beifang.
Etwa 300.000 Wale, Delfine und Tümmler ersticken jährlich in den Netzen der Fischer. Damit sterben durch Beifang mehr Wale pro Jahr als zur Blütezeit des Walfangs im vergangenen Jahrhundert. Auch zigtausende Haie, Seevögel und Meeresschildkröten kommen dabei unnötig um.
Zerstörung der Meeresökosysteme
Hinzu kommt, dass illegale Fischerei nach wie vor auf der Tagesordnung steht und auf dem Weltmeer schwer zu kontrollieren ist. Die Folge sind hohe Anteile an Beifang, Zerstörung der Meeresökosysteme durch beispielsweise die Verwendung von Schleppnetzen, oder einfach übermäßige Befischung einer Art.
Weltweit sind 800 Millionen Menschen, vor allem in Entwicklungsländern, direkt von der Fischerei abhängig. Daher ist es nicht nur im Sinne des Artenschutzes von großer Bedeutung, als Konsument auf die Herkunft des Fisches zu achten.
Heimische Fische oder Meeresfische aus bio-zertifizierten Fischzuchten bevorzugen
Zu bevorzugen sind heimische Süßwasserfische, wie etwa der Seesaibling oder die Bachforelle. Wer genauer hinsieht, kann aber auch Meeresfische mit ruhigem Gewissen kaufen: Bio-Fische stammen beispielsweise aus bio-zertifizierten Fischzuchten, für die wesentliche Rahmenbedingungen, wie etwa die Anzahl der Fische in einer Zucht oder der Umgang mit Antibiotika, geregelt sind.


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