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BEZIRK. „Ob unsere Produkte von einer Stadt oder von Niederkappel aus an ihren Bestimmungsort gelangen, ist unerheblich“, sagt ÖkoFEN Geschäftsführer Stefan Ortner. Ist der vermeintliche Standortnachteil am Land am Ende gar keiner?

Der Standort auf der grünen Wiese ist für ÖkoFEN kein Problem. Foto: ÖkoFEN
Der Standort auf der grünen Wiese ist für ÖkoFEN kein Problem. Foto: ÖkoFEN

„Für den Standort Niederkappel spricht vor allem die Qualität der Mitarbeiter, die auch sehr loyal sind, weshalb wir sehr wenig Fluktuation haben“, erklärt Ortner. Im technischen Bereich merke man aber, dass der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften anderer Unternehmen aus der Region steigt. „Das macht die Personalsuche natürlich etwas schwieriger.“ Neben Niederkappel sind auch alle anderen ÖkoFEN Standorte am Land angesiedelt. „Für uns ist wichtig, dass die Arbeit bei den Menschen ist und sie nicht weit anfahren müssen“, so Ortner.

Hauptsache Internet

In der Branche von Hermann Wallner hingegen ist der Standort fast gänzlich nebensächlich. Wallner ist Geschäftsführer von RoWa in Neustift und im Bereich Roboterprogrammierung tätig. Dafür braucht er lediglich schnelles Internet. Um die nötige Bandbreite zu erreichen, hat er das Glasfaserkabel der gegenüberliegenden Bank in die RoWa Büros verlängern lassen. Dafür gibt es eine Landesförderung, den Rest hat er selbst bezahlt. Wallner bemerkt einen Trend, standortunabhängige Unternehmen am Land anzusiedeln und „die Gemeinden mit Breitband werden bei dieser Entwicklung vorne dabei sei.“ Einzig die Suche nach Personal gehe wahrscheinlich in der Stadt einfacher. „Einen erfahrenen Roboterprogrammierer zu finden, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit“, so Wallner.

Ähnlich gestaltet sich die Lage für den Standort Sarleinsbach des Maschinenbauunternehmens TMS. Auch dort ist dank des Internets der Firmenstandort nachrangig. Mit der HTL Neufelden hat man außerdem einen „Arbeitskräfte-Nahversorger“ ganz in der Nähe, was die Personalsuche erleichtern soll.


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