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NIEDERWALDKIRCHEN. Für die UJZ-Damen geht es in der letzten Grunddurchgangspartie am Samstag in Bischofshofen (Kampfbeginn 18 Uhr abwechselnd mit der 2. Herren-Bundesliga) um einen versöhnlichen Saisonabschluss, denn die Chancen auf das Final Four sind nur noch theoretischer Natur. Für die elffache Staatsmeisterin Marianne Hollensteiner könnte die Partie ihr letzter Kampf in der Damen-Bundesliga sein.

  1 / 2   Aufgrund einer beruflichen Veränderung könnte der Kampf am Samstag für Marianne Hollensteiner der vorerst letzte für das UJZ sein. Foto: Christian Fidler

Der 35-Jährigen, die unlängst ihren Doktortitel in medizinischen Wissenschaften und Biomechanik machte, steht eine berufliche Veränderung bevor. „Wie es derzeit aussieht, läuft meine Forschungs-Anstellung in Linz mit Ende Oktober aus“, erklärt Hollensteiner, die bereits eine Alternative in Aussicht hat.

Berufliche Veränderung

Der Betreuer ihrer Doktor-Arbeit ist nämlich Leiter des biomechanischen Instituts der Unfallklinik in Murnau und würde sie gerne dorthin lotsen. Zur Orientierung: Murnau liegt ungefähr 20 Kilometer nördlich von Garmisch-Partenkirchen, was an und für sich nahe Österreich ist, allerdings nicht unbedingt nahe des Mühlviertels. „Wenn Not an der Frau ist und es bei mir reinpasst, möchte ich dem Team weiterhin zur Verfügung stehen“, sagt Hollensteiner, die sich aber auch nach Judo-Gelegenheiten in der Nähe umgesehen hat. Nach Innsbruck wäre es rund eine halbe Stunde, nach Großhadern rund eine Stunde. Doch ob und wie viel sie sich das mit 35 Jahren noch antut, weiß sie selbst noch nicht so genau. 

Keine weitere Sperre für Neubauer 

Personell gibt es für Samstag eine positive Nachricht: Pamela Neubauer wurde nach ihrem Hansokumake gegen café+co mit keiner weiteren Sperre belegt. Die 57erin hatte im ersten Durchgang vergessen, ihr Flinserl rauszugeben, weshalb die 20-Jährige dann auch im zweiten Durchgang zusehen musste.

Vorentscheidung in der 2. Bundesliga 

Bei der parallel zu den Damen stattfindenden Herren-Partie der 2. Bundesliga zwischen Tabellenführer Bischofshofen und dem punktgleichen Zweiten aus dem Mühlviertel riecht es nach einer Meisterschafts-Vorentscheidung, da beide Teams bislang sehr souverän durch die Saison schritten und Mitfavorit Kirchham bereits Punkte lassen musste.

Bundesliga: UJZ vergibt vierten Legionärsplatz

Für die vierte Herren Bundesliga-Runde am Samstag bei Vienna Samurai vergibt das UJZ seinen vierten Legionärsplatz an Joakim Dvärby. Der 29-jährige 100er hat schon mehrere Podestplätze bei Grand Slams und Grand Prixs auf der Habenseite.

Dass das UJZ bereits jetzt seine vierte Legionärsplatz zieht (zur Erinnerung: pro Durchgang dürfen maximal zwei Legionäre eingesetzt werden und über eine Saison gesehen maximal vier verschiedene), war so nicht ganz geplant. „Da Daniel Allerstorfer noch ausfällt und die Legionäre Toma Nikiforov und Dominik Druzeta nicht können, schaute unsere Besetzung für die Samurai-Partie nicht so rosig aus“, erklärt UJZ-Trainer Martin Schlögl, dass er auf Nummer sicher gehen wollte. Auf Empfehlung von UJZs Langzeit-Legionär Marcus Nyman, der am Samstag seinen 50. Kampf für Mühlviertel bestreiten wird, fiel die Wahl schließlich auf dessen Landsmann Dvärby. 

Aus Fehler gelernt

Im Hinterkopf hatte Schlögl dabei auch die Partie im Vorjahr, als man aus Mangel an verfügbaren Legionären gegen Samurai beinahe verloren hätte, zu Hause nur dank eines Siegs von Driton Shala über den Olympia-Zweiten Miklos Ungvari ein 7:7 holte. Um die Marschroute für das diesjährige Final Four nicht zu gefährden, zog Schlögl es nun eben vor, den vierten Legionärsplatz jetzt schon zu vergeben.


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