Georg Reiter stellte neuen UJZ Mühlviertel Klubrekord auf
NIEDERWALDKIRCHEN/ WIEN. Mit einem butterweichen Abtaucher - so wie er seine Abtaucher am liebsten hat - ipponisierte Georg Reiter seinen Gegner Gabriel Lukanovic beim 9:5 Sieg des UJZ Mühlviertel gegen Vienna Samurai. Auch wenn aus der Aktion all die Routine des 31-Jährigen sprach, er auch nicht sonderlich jubelte, haftete diesem Moment dann doch ein besonderer Glanz an: Schließlich war es der 163. Bundesligakampf Reiters, womit er Ernst Hofer hinter sich ließ und nun alleiniger Klub-Rekordhalter bei den Bundesliga-Einsätzen ist.

„Ich freue mich, dass ich so viele Siege für mich, für die Mannschaft und für den Verein eingefahren habe. Dazu gehört auch etwas Glück, denn Verletzungen passieren, wovon ich verschont blieb“, meinte der UJZ-Kapitän danach fast demütig, um allerdings mit der gewohnten Spitzbübigkeit zu ergänzen: „Und vielleicht geht sich ja noch ein Kampfgewinn aus.“ Das mit dem einen Kampfgewinn war möglicherweise auch nicht ohne Hintergedanken, denn einer noch und er knackt als erster UJZ'ler die 100er-Marke.
Erster Bundesliga-Kampf vor 15 Jahren
Die 163 Kämpfe haben freilich die Erinnerung an sein Debüt ein wenig ausbleichen lassen. Reiter selbst konnte sich nicht mehr recht daran erinnern. Ein Blick in das Archiv verriet allerdings, dass er seine Premiere fast auf den Tag genau vor 15 Jahren gefeiert hatte: Am 24. Mai 2003 hatte er als 16-Jähriger bis 60 kg bei einer 4:10-Niederlage in Innsbruck zweimal gegen Christoph Reitmeier Lehrgeld zahlen müssen. „Ich weiß nur, dass ich noch grün hinter den Ohren war“, sagte Reiter.
Erster Sieg für Wiesinger
Seinen ersten Bundesligasieg verzeichnete am Samstag indes Mario Wiesinger - dieser hatte es auch gleich in sich. Da Tobias Weixelbaumer, der mit in Wien war, wegen beruflicher Verpflichtungen aber das Gewicht nicht bringen konnte, bekam der 18-Jährige beide Partien bis 66 und zahlte das Vertrauen von Trainer Martin Schlögl auch artig zurück.
Nach vier Runden mit sechs Punkten und Platz vier liegt das UJZ weiter voll im Plansoll für das Final Four. Der nächste Gradmesser kommt bereits um die Ecke: Die diesmal kampflosen Flachgauer kommen am 9. Juni nach Niederwaldkirchen - quasi ein Klassiker neu aufgelegt.
Damen Bundesliga: Tränenreicher Abschied
Ihren vorerst letzten Kampf für das UJZ Mühlviertel trug am Wochenende die elffache Staatsmeisterin Marianne Hollensteiner aus, die aus beruflichen Gründen im Herbst nach Bayern übersiedelt. Mit den zwei Waza-ari-Wertungen gegen Maria Höllwart gelang ihr der perfekte Schlusspunkt ihrer Bundesliga-Karriere. Als sie von der Matte kam, gab“s von ihren Teamkolleginnen die Welle, sie selbst konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Dass die Partie letztendlich 5:9 verloren ging, war Nebensache.


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