Polymerkongress: Wandel in der Kunststoffbranche
NUSSBACH/KREMSMÜNSTER. Die Themen Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung standen beim vierten Internationalen Polymerkongress im Zentrum zahlreicher Vorträge und Diskussionen, an denen sich auch die Firmen Greiner Packaging und Haidlmair beteiligten.

Über 200 Teilnehmer tauschten sich beim vierten Polymerkongress im Bildungshaus Schloss Puchberg mit Branchenkollegen bei diesem Veranstaltungs-Highlight des Kunststoff-Clusters (KC) aus. Der Kunststoff-Cluster (KC) ist mit rund 400 Unternehmen, deren Gesamtumsatz sich auf ca. 17 Mrd. Euro beläuft, die größte Cluster-Initiative in Österreich. Der erste Tag des Kongresses stand im Zeichen von Best Practice.
Bei Recycling noch Hemmnisse
Nach Firmenpräsentationen bei den Vorzeige-Kunststoffunternehmen Greiner Packaging in Kremsmünster, Haidlmair in Nußbach, RICO in Thalheim bei Wels und dem Transfercenter für Kunststofftechnik in Wels trafen sich die Teilnehmer zu vier parallelen Erfahrungsaustauschrunden. Das Thema Kreislaufwirtschaft werde massiv an Bedeutung gewinnen, darin waren sich die Branchenkenner einig, wenngleich es für den Einsatz von Recyclingware noch zahlreiche Hemmnisse gäbe.
Mehrweg-Sammeleimer
Als Start für die „Initiative Kreislaufwirtschaft“ der Kunststoff-Branche wurde am Polymerkongress der Mehrweg-Sammeleimer „Öli“ aus Altkunststoff der LAVU als 100 Prozent Recyclinglösung präsentiert. Der Kunststoffkübel steht für firmenübergreifende Zusammenarbeit und entsprechende Technologiekompetenz, um Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Bis dato konnten die Anforderungen, die an den „Öli“ gestellt wurden, nur durch Neuware gelöst werden.
Digitaler Wandel braucht neue Geschäftsmodelle
Dass die digitale Vernetzung längst Einzug in den Werkzeug- und Formenbau gehalten hat, ist für viele Unternehmen unbestritten. Effektivitätssteigerungen seien durch Integration in die Kundenprozesse möglich, was aber neue Geschäftsmodelle erfordere.


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