Durch „braunes Gold“ ersparen sich Bauern Tonnen an Mineraldünger
NUSSBACH. Landesrat Max Hiegelsberger erklärte bei seiner Pressefahrt die Wichtigkeit des „Gülle-Kreislaufs“ anhand von Betriebsbesuchen bei Vakutec und am Hof von Bürgermeister Gerhard Gebeshuber.

Durch die Ernte von Futterpflanzen werden dem Boden Nährstoffe entzogen. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist es daher unverzichtbar, den Wirtschaftsdünger wieder auf die Felder zurückzufahren. Im Frühjahr ist das Ausbringen von Jauche oder Gülle, in Form von Nährstoffen, für den Boden höchst willkommen. Die heimischen Landwirte mit Tierhaltung ersparen sich auf diese Weise außerdem, künstlichen Mineraldünger kaufen zu müssen.
Beim Großteil der Bevölkerung stößt der Vorgang des „Odlns“ aufgrund seines Geruchs nicht immer auf große Zustimmung. Neue Techniken wie die Schleppschlauch- oder die Injektionstechnik, bei denen die Gülle möglichst bodennah ausgebracht wird, verhindern heutzutage aber großflächige Emissionen und die Nährstoffe können vom Boden besser – weil direkter – aufgenommen werden.
Erfolgreiche Spezialisierung
Die Firma Vakutec mit ihren 40 Mitarbeitern fertigt pro Jahr über 200 individuell an den Kunden angepasste Güllefässer in der vor fünf Jahren fertiggestellten Montagehalle in Nußbach. „Wir haben uns aufgrund unserer geographischen Lage spezialisiert. Über die Hälfte unserer Kunden kommt aus dem alpinen Bereich“, erzählt Geschäftsführer Karl Steinmann. Hier kann der heimische Produzent sein Know-how am besten einsetzen und punktet mit Lösungen, die etwa von Bergbauern gerne genutzt werden.


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