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OBERKAPPEL. Weihnachten mag sich im Laufe der Zeit verändert haben, es ist und bleibt aber das schönste Fest im Jahr. Vor allem für die Kinder: Jakob, Johanna, Christina, Simon und Maria Stadler haben im Tips-Gespräch erzählt, wie bei ihnen auf dem Bauernhof ein typischer Heiligabend und das Warten auf das Christkind ausschaut.

  1 / 3   24 Tage – 24 kleine Feiern beim Adventkranz: Jeden Abend versammeln sich Regina und Thomas Stadler mit ihren Kindern Jakob, Simon, Johanna, Christina und Maria zum Singen, Beten und Geschichten vorlesen. Foto: Gahleitner

Der vierjährige Simon war heute mit seinem Papa Thomas im Wald, gemeinsam haben sie Christbäume für die Kirche ausgesucht. Auch für das Wohnzimmer kommt der Baum natürlich aus dem eigenen Wald. „Den schmücken wir am Vormittag gemeinsam mit Lebkuchen und Strohsternen“, erzählen die Kinder, die sich auf diese Aufgabe besonders freuen. Der Lebkuchen ist natürlich schon längst fertig und wurde liebevoll von ihnen verziert. Und auch gekostet. Denn die Kekse sind mit das Schönste am Weihnachtsfest - sagt zumindest Jakob (10), der am liebsten Vanillekipferl mag. Für ihn gehört aber auch das Rosenkranz beten mit Oma und Opa unbedingt zum Weihnachtsfest dazu. „Das ist eigentlich ganz fesch“, meint er, „man sitzt beinander und denkt ein wenig nach.“

Christlicher Glaube wird gelebt

Jeden Abend im Advent versammeln sich Regina und Thomas Stadler mit ihren fünf Kindern um den Adventkranz. Da wird gesungen und musiziert, eine Geschichte aus dem Regenbogen-Adventkalender vorgelesen und der Socken-Adventkalender aufgemacht. „Jetzt, wo es so bald finster wird, bleibt auch viel mehr Zeit, um gemeinsam Spiele zu spielen oder Puzzle zu bauen. Dafür fehlt im Sommer oft die Zeit“, ergänzt Mama Regina. Am Heiligabend ist die Kindermette ein Pflichttermin. Jakob wird heuer einen Text in der Kirche lesen, seine Schwester Johanna (9) ist für die Fürbitten eingeteilt.

Wieder zu Hause wird auch beim Adventkranz ein letztes Mal gesungen und gebetet. Bis irgendwann das Glockengeläut des Christkindes zu hören ist. Wenn dann die Schiebetür aufgeht, der Kerzen erleuchtete Christbaum zu sehen ist und davor das Weihnachtsevangelium gelesen wird, dann ist endlich Weihnachten. „Das Christkind und die Geschenke sind das Schönste daran“, sagen Johanna und Christina (6) - und da geht es ihnen wohl wie vielen anderen Kindern auch.

Mit dem Räucherkessel durch Haus und Stall

Ganz nach altem Brauch, gehört für die Oberkappler Familie auch das Räuchern zu Weihnachten. „Wir gehen mit Weihwasser und Weihrauch-Kessel durch das Haus, den Stall, die Werkstatt und durch unsere Ferienwohnungen“, sagt Regina Stadler. Damit sollen Mensch und Tier auf dem Bio-Milchviehbetrieb vor Unheil bewahrt werden.


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