Franz Burner: „Jagd ist gelebte Nachhaltigkeit"
URFAHR-UMGEBUNG. Jäger erfüllen viele Aufgaben. Eine davon ist die Versorgung der Menschen mit einem hochwertigen Lebensmittel.

Am Höhepunkt der Coronakrise zeigte sich, wie wichtig die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Nahrungsmittel ist. Und die Jagd ist ein wichtiger Teil dieser Grundversorgung, wie Josef Rathgeb, stellvertretenden Bezirksjägermeister erklärt: „Jährlich wird im Bezirk Urfahr-Umgebung beispielsweise 5.300 Stück Rehwild erlegt. Ein Reh liefert durchschnittlich 13 Kilo hochwertiges Fleisch, das aus der Region stammt. So versorgen die Jäger die Menschen mit einem wichtigen Lebensmittel.“ Die Jagd ist somit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der jedoch auch von der Corona-Pandemie nicht verschont geblieben ist: „Ein Großteil des Wildbrets wird naturgemäß über die Gastronomie vertrieben. Diese Absatzmöglichkeit ist wegen des Shutdowns zurückgegangen, daher wird jetzt mehr Fleisch von den Jägern direkt vermarktet“, erklärt Rathgeb, der jedoch die Gastronomie weiterhin als wichtigen Partner sieht: „Wir zeichnen Wirte – wie das Gasthaus Penker in Alberndorf – aus, die sich um die Verwertung von regionalen Wildspezialitäten besonders verdient machen.“
Wichtige Rolle für die Land- und Forstwirtschaft
Die 1.100 Jäger in Urfahr-Umgebung erfüllen auch für Bezirksjägermeister Franz Burner eine wichtige Aufgabe, wie er erklärt: „Jagd ist gelebte Nachhaltigkeit und dies zeigt sich auch abseits der Beschaffung von Nahrungsmittel.“ Diese Nachhaltigkeit zeigt sich etwa im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Rathgeb: „Die Jäger haben jährliche Abschussquoten zu erfüllen. Dies verhindert etwa, dass zu viele Verbissschäden bei jungen Bäumen auftreten.“ Und auch bei einem für den Bezirk Urfahr-Umgebung relativ neuen Problem werden die Jäger zu einem wichtigen Faktor. „Auch bei uns im Bezirk kommt es zu einem vermehrten Vorkommen von Schwarzwild. Die Population von Wildschweinen darf aber nicht zu groß werden. Einerseits um Schäden in der Landwirtschaft zu verhindern, andererseits um die Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern“, erläutert Burner.


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