Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OBERNEUKIRCHEN. Auch Josef Rathgeb, Bürgermeister von Oberneukirchen und Landtagsabgeordneter der ÖVP, erledigt seine Arbeit momentan im Homeoffice. Tips hat mit ihm darüber gesprochen.

Josef Rathgeb in seinem Zuhause. Foto: Privat
Josef Rathgeb in seinem Zuhause. Foto: Privat

Tips: Wie hat sich Ihre Arbeitsweise während der vergangenen Ausgangsbeschränkungen verändert?

Rathgeb: Mein persönlicher Anspruch als Bürgermeister und regionaler Abgeordneter ist es, für die Menschen da zu sein und ihnen so gut es geht zu helfen. Dieser grundsätzliche Zugang hat sich auch durch die Corona-Pandemie nicht geändert. Natürlich hat sich in den letzten Wochen vieles auch in meiner Arbeitsweise verändert. Mein Alltag ist digitaler geworden, ob im Homeoffice, mit Videokonferenzen, Umlaufbeschlüssen oder beim digitalen Einsatzstab. Wir alle haben die notwendigen Beschränkungen von Beginn an sehr ernst genommen und unsere Gemeinde auf einen Notbetrieb umgestellt. Die Erreichbarkeit war aber rund um die Uhr gewährleistet und alle Angebote werden jetzt schrittweise wieder hochgefahren.

Tips: Wenn Sie auf die vergangenen Wochen zurückblicken – wie unterschied sich Ihr typischer Arbeitsalltag im Vergleich zu vorher?

Rathgeb: Meine Aufgaben als Politiker erfüllen mich weiter voll. Ich bin es gewohnt, den ganzen Tag gut einzuteilen und mit Terminen bis in den Abend auszufüllen. Durch Homeoffice und den Wegfall von Veranstaltungen arbeite und telefoniere ich derzeit deutlich mehr von zuhause und genieße diese neue Zeit im familiären Umfeld. Im Gegenzug fehlt mir die Gemeinschaft und unmittelbare Nähe zu den Menschen, das geht mir ab. Digitale Bürgernähe kann niemals das persönliche Gespräch ersetzen.

Tips: Gab es bisher schon Herausforderungen, die die Arbeitsweise in Corona-Zeiten mit sich gebracht haben, die für Sie überraschend gekommen sind?

Rathgeb: Wir haben uns vom ersten Tag an bemüht, die Bevölkerung laufend zu informieren und eine gute Abstimmung auf Bezirks- und Landesebene sicherzustellen. Viele Arbeitsabläufe waren neu, wie die Vorbereitung einer Bauverhandlung, Gemeinderatssitzungen oder Ausschuss- und Landtagsarbeit per Videokonferenz. Positiv überrascht war ich, wie schnell und flexibel alle diese vielen kleinen und großen Herausforderungen im Alltag annahmen und gemeinsam gut bewältigten. Beeindruckt hat mich auch die rasche Umstellung meiner Kinder auf Distance-Learning. Die größte Herausforderung durch mein Homeoffice wartete aber wahrscheinlich auf meine Familie.

Tips: Gibt es etwas, was Ihnen auch aktuell noch Sorgen bereitet?

Rathgeb: Wir durchleben eine nationale Ausnahmesituation, in der sich die Verantwortlichen in Bund, Land und unseren Gemeinden mit raschen und mutigen Entscheidungen bisher gut bewährt haben. Zuversicht mit Vorsicht ist weiter geboten. Die Gesundheit und Solidarität, insbesondere gegenüber unseren schutzbedürftigen Mitmenschen, hat nach wie vor oberste Priorität. Begleitend müssen wir jetzt die Wirtschaft und Vereine unterstützen. Wir haben dazu im Landtag ein 580-Millionen-Euro starkes OÖ-Hilfspaket beschlossen, das zusätzlich zum Bund unterstützen soll. 

Tips: Wie sind Sie in Zeiten von Social Distancing mit Ihren Kollegen in Kontakt geblieben?

Rathgeb: Mit regelmäßigen Telefonaten, über die digitalen Medien und durch Gespräche unter Sicherheitsvorkehrungen. Der laufende Austausch mit der Bevölkerung, unserem Gemeinde-Team, den Bürgermeistern, Abgeordneten und Regierungsmitgliedern war ein wichtiger Erfolgsfaktor in den letzten Wochen.

Tips: Was würden Sie sich in der nächsten Zeit von den Mitmenschen wünschen?

Rathgeb: Zusammenhelfen, für andere da sein, mit vereinten Kräften ehrenamtlich und selbstlos mithelfen. Wir alle können wirklich stolz sein auf die große gegenseitige Unterstützung. Herzlichen Dank für jeden einzelnen Beitrag, quer über alle Grenzen hinweg. Machen wir unser Oberösterreich gemeinsam wieder stark.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Gallneukirchens Bürgermeister Sepp Wall-Strasser stellt sich erneut zur Wahl

Gallneukirchens Bürgermeister Sepp Wall-Strasser stellt sich erneut zur Wahl

GALLNEUKIRCHEN. Bürgermeister Sepp Wall-Strasser tritt bei der kommenden Wahl erneut an. Beim Bürgermeisterfest am 16. Oktober im Alten Hallenbad ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Land OÖ erhöht Einkommensgrenze für Fernpendler in Urfahr-Umgebung

Land OÖ erhöht Einkommensgrenze für Fernpendler in Urfahr-Umgebung

URFAHR-UMGEBUNG. Mehr Pendler können künftig die Fernpendelbeihilfe erhalten: Mit 1. November erhöht das Land Oberösterreich die Einkommensgrenze ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Hotelpläne am Ottensheimer Schlossberg: So geht es nach Verkehrsgutachten weiter

Hotelpläne am Ottensheimer Schlossberg: So geht es nach Verkehrsgutachten weiter

OTTENSHEIM. Die Diskussion um das mögliche Hotel am Ottensheimer Schlossberg geht weiter. Das Verkehrsgutachten liegt inzwischen vor und soll ...

Tips - total regionalPetra Hanner
WKO Urfahr-Umgebung vor Ort: Handwerk bleibt unersetzlich

WKO Urfahr-Umgebung vor Ort: Handwerk bleibt unersetzlich

LICHTENBERG. Handwerkskunst ist das Erfolgsgeheimnis der Sattlerei von Anton Mayrhofer. Deshalb stärkt die WKO Urfahr-Umgebung die Lehre.  ...

Tips - total regionalAnzeige
Grüne Gallneukirchen setzen auf Zusammenarbeit im Gusental

Grüne Gallneukirchen setzen auf Zusammenarbeit im Gusental

GALLNEUKIRCHEN. Die Grünen Gallneukirchen haben bei ihrer Jahresklausur im Gemeindeamt die Themen für das kommende Jahr besprochen. Im Mittelpunkt ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
FPÖ Altenberg besuchte Europäisches Parlament in Straßburg

FPÖ Altenberg besuchte Europäisches Parlament in Straßburg

ALTENBERG. Die Ortsgruppe der FPÖ Altenberg besuchte das Europäische Parlament in Straßburg. Bei einem Treffen mit dem Abgeordneten Roman ...

Tips - total regionalMag. Jacky Stitz
Weitere Beiträge